Grimm sieht vor Herbstgutachten strukturelle Probleme
09.10.2024 - 01:00:00"All das fĂ€llt uns jetzt auf die FĂŒĂe." Die Wirtschaftswissenschaftlerin von der Technischen UniversitĂ€t NĂŒrnberg setzt offenbar auf KĂŒrzungen im Sozialbereich. "Wir brauchen mehr Geld fĂŒr Verteidigung und andere zukunftsorientierte Ausgaben und mĂŒssen die Ausgaben fĂŒr soziale Sicherung in Einklang mit diesen Notwendigkeiten und den wachstumsbedingt geringeren SpielrĂ€umen bringen", mahnte die Professorin. Mit Blick auf die von Habeck am Mittwoch vorgestellte Herbstprojektion regte sie an, sich nicht zu sehr an den Zahlen fĂŒr das nĂ€chste Jahr aufzuhĂ€ngen. Grimm attestierte eher strukturelle Probleme. "Hohe Energiekosten und zugleich fehlende Richtungsentscheidungen in der Energiepolitik fĂŒhren zu Unsicherheit und ZurĂŒckhaltung bei den Investitionen", erklĂ€rte die AufsichtsrĂ€tin von Siemens Energy. "Viele MittelstĂ€ndler wandern bereits ins Ausland ab. Und immer mehr groĂe Unternehmen bekommen Probleme." Die Konjunkturprognose ist wichtig bei der Frage, wie viele Steuereinnahmen die Regierung erwarten kann. Die Erwartungen der Ampel in Berlin hĂ€lt Grimm fĂŒr zu optimistisch. "FĂŒr das nĂ€chste Jahr rechnet die Bundesregierung aufgrund des Wachstumspakets mit einem höheren Wachstum. Allerdings ist noch völlig unklar, ob alle MaĂnahmen tatsĂ€chlich umgesetzt werden", sagte Grimm. Daran gebe es aus ihrer Sicht berechtigte Zweifel.


