Wadephul trifft Lawrow in New York zu GesprÀchen
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 16:40 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBundesauĂenminister Johann Wadephul hat sich in New York mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow getroffen.
Erstes bilaterales GesprÀch seit Jahren
Das Treffen der AuĂenminister fand am Rande der UN-Generaldebatte statt. Es war das erste bilaterale GesprĂ€ch zwischen den AuĂenministern Deutschlands und Russlands seit Jahren.
GesprÀch in angespanntem Umfeld
Wadephul und Lawrow trafen sich wĂ€hrend der Sitzungswoche der Vereinten Nationen, die vom Krieg gegen die Ukraine und den internationalen BemĂŒhungen um eine politische Lösung geprĂ€gt ist.
Diplomatischer Kontakt trotz harter GegensÀtze
Das Treffen fÀllt in eine Phase, in der der Krieg gegen die Ukraine die europÀische Sicherheitsordnung weiterhin prÀgt. Wadephul hatte bei der UN zuvor eine VerschÀrfung russischer hybrider Angriffe gegen Europa kritisiert und einen Waffenstillstand sowie neue Verhandlungen gefordert.
Lawrow hatte im UN-Sicherheitsrat erklĂ€rt, Russland sei grundsĂ€tzlich zu GesprĂ€chen ĂŒber einen dauerhaften Frieden bereit, lehne aber eine isolierte Unterbrechung der Kampfhandlungen ab. Damit stehen sich zentrale Positionen gegenĂŒber: Deutschland und seine Partner drĂ€ngen auf eine sofortige Begrenzung der Gewalt, wĂ€hrend Moskau einen Waffenstillstand an Bedingungen fĂŒr eine umfassendere politische Lösung knĂŒpft.
Bedeutung des Treffens
Dass die AuĂenminister nach Jahren wieder bilateral miteinander sprechen, schafft einen direkten diplomatischen Kanal zwischen Berlin und Moskau. Ein solches GesprĂ€ch beendet weder den Krieg noch ersetzt es Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine. Es kann jedoch dazu dienen, Positionen auszuloten, Risiken zu begrenzen und Fragen der internationalen Sicherheit unmittelbar anzusprechen.
FĂŒr Deutschland ist der Kontakt auch deshalb relevant, weil der Konflikt lĂ€ngst ĂŒber das unmittelbare Kampfgebiet hinauswirkt. Die Debatten in New York verbinden den Ukraine-Krieg mit Europas Sicherheitslage, möglicher hybrider Einflussnahme und den Folgen fĂŒr internationale Organisationen. FĂŒr BĂŒrgerinnen und BĂŒrger bleibt entscheidend, ob aus dem GesprĂ€ch konkrete Schritte zu Deeskalation, humanitĂ€ren Vereinbarungen oder weiteren Verhandlungen entstehen.
