Umweltbundesamt: Fossile Subventionen abbauen
16.11.2023 - 12:21:18Der PrĂ€sident des Umweltbundesamts (UBA), Dirk Messner, hat nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts gefordert, klimaschĂ€dliche Subventionen abzubauen. Es mĂŒssten nun rasch Antworten gefunden werden, wie die ökologische Transformation finanziert werde, wenn die Mittel aus dem Klimafonds wegfallen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. «ZusĂ€tzliche finanzielle SpielrĂ€ume lassen sich gewinnen, wenn die Bundesregierung umwelt- und klimaschĂ€dliche Subventionen jetzt schnell abschmilzt.» Im Jahr 2018 hĂ€tten sich diese nach Berechnungen des UBA auf mindestens 65,4 Milliarden Euro belaufen.
Messner wies darauf hin, dass die G7-Staaten - also die sieben fĂŒhrenden Industriestaaten - bereits im Mai 2016 vereinbart hĂ€tten, klimaschĂ€dliche Subventionen fĂŒr Ăl, Gas und Kohle bis 2025 zu beenden. «Jetzt könnte ein Fahrplan aufgestellt werden, wie die umweltschĂ€dlichen Subventionen in Deutschland, wie international bereits verabredet, abgebaut werden», sagte der UBA-PrĂ€sident. «Ein Paradebeispiel dafĂŒr ist die EnergiesteuervergĂŒnstigung von Diesel, die den Absatz von Dieselfahrzeugen fördert und den Umstieg auf die ElektromobilitĂ€t behindert.» Genauso solle das Dienstwagenprivileg fallen, das bisher vor allen Dingen den Verkauf groĂer Verbrennerautos fördere und oberen Einkommensgruppen zugutekomme.
Das Bundesverfassungsgericht hatte die Verwendung von Corona-Krediten fĂŒr Klimaprojekte am Mittwoch als verfassungswidrig bewertet. Das Urteil reiĂt ein 60 Milliarden Euro groĂes Loch in die Finanzierung von Klimavorhaben der Bundesregierung.


