AfD-Chefs, Bystron

AfD-Chefs fordern von Bystron vorerst Verzicht auf Auftritte

18.05.2024 - 05:35:44

Wegen des Anfangsverdachts der Bestechlichkeit und der GeldwÀsche wird gegen den AfD-Politiker ermittelt. Nun schalten sich die Parteichefs ein.

Die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla haben den AfD-Bundestagsabgeordneten Petr Bystron aufgefordert, auf weitere Auftritte im Europawahlkampf zu verzichten. In einer E-Mail des AfD-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrers an Bystron heißt es, Weidel und Chrupalla hĂ€tten miteinander abgestimmt, dass Bystron bis zur KlĂ€rung der gegen ihn erhobenen VorwĂŒrfe beziehungsweise der gegen ihn laufenden Ermittlungen auf weitere Auftritte im Rahmen des Europawahlkampfes der AfD verzichten solle. Über die Mail hatte zuerst das ARD-Hauptstadtstudio berichtet, sie liegt auch der Deutschen Presse-Agentur vor. 

Bystron steht auf Listenplatz 2 der Partei fĂŒr die Europawahl. Am Freitagabend machte er auf seinem Telegram-Kanal noch Werbung fĂŒr mehrere Auftritte in den kommenden Tagen, unter anderem am Samstag im bayerischen Deggendorf.

«Verfahren wird eingestellt werden, wenn die Wahl vorbei ist»

Der Bundestag hatte am Donnerstag die ImmunitĂ€t von Bystron aufgehoben. Wegen des Anfangsverdachts der Bestechlichkeit und der GeldwĂ€sche hat die Generalstaatsanwaltschaft MĂŒnchen Ermittlungen gegen ihn eingeleitet. Bystron selbst bezeichnete das Ermittlungsverfahren gegenĂŒber «Zeit online» als politisch motiviert. «Das Verfahren wird eingestellt werden, wenn die Wahl vorbei ist», zitierte ihn das Portal. 

Der Abgeordnete aus dem Wahlkreis MĂŒnchen-Nord ist seit 2017 Obmann der AfD im AuswĂ€rtigen Ausschuss des Bundestages. Bystron und AfD-Europaspitzenkandidat Maximilian Krah sind wegen möglicher Verbindungen zu prorussischen Netzwerken und möglicher Geldzahlungen seit Wochen in den Schlagzeilen.

@ dpa.de