Netzagentur, Personal

Netzagentur will mehr Personal fĂŒr Plattformen-Regulierung

02.02.2024 - 02:00:00

Weil die Bundesnetzagentur demnĂ€chst zusĂ€tzliche Kompetenzen bei der Digitalregulierung bekommt, benötigt die Behörde nach Angaben ihres PrĂ€sidenten Klaus MĂŒller auch mehr Personal.

"Im Gesetzentwurf zum Digitalkoordinierer stehen rund 70 Stellen drin", sagte MĂŒller den Zeitungen der "Mediengruppe Bayern" (Freitagausgaben). "Das verstehen wir als ersten Schritt."

Entscheiden wĂŒrde darĂŒber das Parlament. Mit dem Digital Service Act der EU und dem entsprechenden nationalen Gesetz wird die Bundesbehörde mit Sitz in Bonn demnĂ€chst auch E-Commerce-Plattformen und Soziale Medien wie X (ehemals Twitter) und Tiktok kontrollieren. Das sei "definitiv notwendig", sagte MĂŒller weiter. "Jeder ist doch betroffen ĂŒber die verrohte Sprache, die verletzenden, diskriminierenden, entsetzlichen und manchmal eben auch falschen Bilder zum Beispiel beim Hamas-Angriff, die dort hochgeladen werden. Wenn eine Zeitung publizieren wĂŒrde, was wir auf Social-Media-Plattformen tagtĂ€glich sehen mĂŒssen, wĂ€re das ihr Ende." Er finde es "extrem befremdlich", dass dieser Anspruch fĂŒr X und Co. nicht gelte, so MĂŒller. "Das muss sich Ă€ndern." Manche Plattformen seien fahrlĂ€ssig unterwegs. "Bisher haben alle Staaten der Welt mehr oder minder zugeschaut. Europa schaut jetzt genau hin", so der Netzagentur-Chef. Die EU sei auch berechtigt, massive Bußgelder zu verhĂ€ngen. "Seit Elon Musk Twitter/X ĂŒbernommen hat, sind Kontrollinstrumente, wie wir sie erwarten, ausgehebelt oder abgeschafft worden", sagte MĂŒller. "Wir mĂŒssen eine Verbesserung im Beschwerdemanagement und in der Content-Moderation der Plattform durchsetzen."

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