Antisemitismusbeauftragter, GedenkstÀttenkonzept

Antisemitismusbeauftragter fordert neues GedenkstÀttenkonzept

18.05.2025 - 14:51:12

Weil es auf dem GelĂ€nde von KZ-GedenkstĂ€tten in Deutschland immer hĂ€ufig zu Provokationen und Vandalismus kommt, fordert der Beauftragte der Bundesregierung fĂŒr jĂŒdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Felix Klein, eine Reform.

"Wichtig ist, dass jetzt schnell ein neues GedenkstĂ€ttenkonzept des Bundes erarbeitet wird", sagte er der "Welt". Er freue sich, dazu mit dem neuen Beauftragten der Bundesregierung fĂŒr Kultur und Medien, Wolfram Weimer, eng zusammenzuarbeiten. "Die Förderung der deutschen Erinnerungskultur und der GedenkstĂ€tten ist eine Investition in die StĂ€rkung der Demokratie. GedenkstĂ€tten sind Institutionen der politischen Bildung, die nicht nur die Vergangenheit beleuchten, sondern zugleich eine so wichtige Bedeutung fĂŒr die Gegenwart haben", sagte Klein.

"Um diese Aufgabe zu erfĂŒllen, ist eine angemessene und verlĂ€ssliche Finanzierung der GedenkstĂ€tten elementar. Zudem braucht es gut ausgebildetes Personal fĂŒr zielgruppenorientierte Bildungsangebote." Oliver von Wrochem, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft KZ-GedenkstĂ€tten in Deutschland, sagte auf Anfrage der Zeitung: "Wir in den GedenkstĂ€tten erleben, dass die Anzahl von Angriffen auf die Erinnerungskultur zunimmt: Vandalismus durch BeschĂ€digungen von Gedenktafeln oder Leugnung der NS-Verbrechen stellen ein ernsthaftes Problem dar." Es sei ein gesamtgesellschaftliches Problem, dass geschichtsrevisionistische und rechtsextreme Positionen immer lauter hörbar wĂŒrden, auch europaweit, deutlich sichtbar auch im politischen Raum durch das Erstarken rechtspopulistischer Parteien.

@ dts-nachrichtenagentur.de