WHO: Nur neun Prozent erhalten Hilfe bei psychischen Problemen
Veröffentlicht am: 02.09.2025 um 10:07 Uhr | dpa.deDas wÀre fast jeder siebte Mensch.
Mehr als jeder einhundertste Todesfall weltweit gehe auf Suizid zurĂŒck, und auf jeden Suizid kĂ€men 20 Suizid-Versuche, heiĂt es weiter in dem WHO-Bericht ĂŒber die mentale Gesundheit weltweit. Ihre aktuellsten Zahlen sind von 2021, als sich weltweit 727.000 Menschen das Leben nahmen.
Depressionen und AngstzustĂ€nde machten den gröĂten Teil der psychischen Störungen aus - geschĂ€tzt etwa zwei Drittel aller FĂ€lle. Frauen seien etwas stĂ€rker betroffen, bei MĂ€nnern gebe es mehr FĂ€lle von Aufmerksamkeitsdefizit-/HyperaktivitĂ€tsstörung (ADHS). Schizophrenie betreffe einen von 200 erwachsenen Menschen, eine bipolare Störung einen von 150.
Zu wenig Fachleute
Die gesundheitliche Versorgung lasse praktisch ĂŒberall zu wĂŒnschen ĂŒbrig, berichtet die WHO. Nur neun Prozent der Betroffenen weltweit werde angemessen versorgt. In LĂ€ndern mit niedrigen Einkommen gibt es demnach fĂŒr 100.000 Einwohner meist kaum mehr als eine Fachperson fĂŒr mentale Gesundheit - verglichen mit 60 in LĂ€ndern mit hohen Einkommen.
Die Weltbank definiert LÀnder mit niedrigen Einkommen als solche, die pro Kopf durchschnittlich weniger als rund 1.145 Dollar (rund 978 Euro) Bruttonationaleinkommen (BNE) im Jahr haben. Das betrifft mehr als 20 LÀnder weltweit. Das BNE beinhaltet alle Erwerbs- und Vermögenseinkommen von InlÀndern. In Deutschland liegt das BNE im Vergleich dazu bei rechnerisch mehr als 50.000 Dollar pro Kopf (rund 42.700 Euro).
