Sperrung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin: LĂ€nder fĂŒr besseren Ersatzverkehr
27.05.2025 - 11:56:00In einem Brief an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) fordern sie, dass der Schienenersatzverkehr wĂ€hrend der neunmonatigen Vollsperrung besser organisiert werden mĂŒsse. Bei einigen Themen gebe es noch keine Einigung im Sinne der ursprĂŒnglichen Absprachen zwischen Bund, LĂ€ndern und der Deutschen Bahn.
Die Bahn mĂŒsse "angemessene Ersatzverkehrsleistungen fĂŒr alle betroffenen Kommunen und Regionen an den von den Totalsperrungen betroffenen Strecken anbieten", heiĂt es in dem Schreiben der LĂ€nder Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Der Brief ist auf den 19. Mai datiert und wurde am Dienstag veröffentlicht. Zuerst hatten der "Tagesspiegel" und der "Nordkurier" darĂŒber berichtet.
Auch mĂŒsse der Ersatzverkehr auf der StraĂe und der Schiene verlĂ€sslich finanziert werden, und es mĂŒsse ausreichend KapazitĂ€ten fĂŒr den GĂŒterverkehr auf Umleitungsrouten geben.
Neun Monate Vollsperrung
Der Streckenabschnitt zwischen Berlin und Hamburg soll von August 2025 bis April 2026 komplett gesperrt und rundum saniert werden. Mit 230 ZĂŒgen und bis zu 30.000 FahrgĂ€sten pro Tag handelt es sich um eine der wichtigsten Direktverbindungen. Die Strecke ist rund 280 Kilometer lang.
Im Fernverkehr werden die ZĂŒge dann ĂŒber Stendal, Uelzen und Salzwedel umgeleitet. FĂŒr FahrgĂ€ste bedeutet das eine lĂ€ngere Fahrzeit von 45 Minuten. Im Nahverkehr sollen einige Regio-Linien fĂŒr schnelle Zugverbindungen nach Berlin und Hamburg sorgen. Die entfallenden Halte werden von Bussen angefahren - teils mit erheblich lĂ€ngeren Fahrzeiten.
Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert (BSW) teilte mit: "Damit die MobilitĂ€t fĂŒr Pendlerinnen und Pendler sowie Unternehmen wĂ€hrend der Bauzeit gesichert bleibt, brauchen wir vom Bund klare Zusagen fĂŒr eine verlĂ€ssliche Finanzierung der Ersatzverkehre und Investitionen in die notwendige Infrastruktur." Auch ein "Korridorbeirat" unter Beteiligung aller relevanten Akteure solle einberufen werden, fordern die LĂ€nder.

