UN-Zukunftspakt: Scholz und Guterres erhöhen Druck zur Einigung
12.09.2024 - 17:30:52 | dpa.de"In den laufenden Verhandlungen mĂŒssen noch einige Differenzen ĂŒberbrĂŒckt werden", sagte Scholz bei einer virtuellen Veranstaltung mit Guterres und dem namibischen PrĂ€sidenten Nangolo Mbumba. Deutschland und Namibia leiten die zĂ€hen Verhandlungen vor dem UN-Zukunftsgipfel mit zahlreichen Staats- und Regierungschefs ab dem 22. September in New York.
"Wie uns dieser GeneralsekretĂ€r wiederholt in Erinnerung gerufen hat, stehen wir an einem Scheideweg zwischen Zusammenbruch und Durchbruch", sagte Scholz. Die Mehrheit der LĂ€nder wĂŒnsche sich eine neue internationale Ordnung, die eine Welt mit vielen Machtzentren und Akteuren widerspiegeln mĂŒsse. Hunderte Millionen Menschen zum Beispiel in Afrika und SĂŒdamerika hĂ€tten das gleiche Recht auf Wohlstand und Teilhabe wie BĂŒrger Europas und Nordamerikas. Deshalb brauche es Reformen unter anderem des UN-Sicherheitsrats und der internationalen Finanzarchitektur.
ZĂ€he Verhandlungen
Bei dem Zukunftsgipfel der Vereinten Nationen nur wenige Tage vor der Generaldebatte der UN-Vollversammlung mit zahlreichen Staats- und Regierungschefs soll der seit Jahren vorbereitete Zukunftspakt von allen UN-Mitgliedstaaten verabschiedet werden. Nach dem Willen der Vereinten Nationen soll das Dokument eine Blaupause fĂŒr Erneuerung und Reform der internationalen Ordnung darstellen.
Dabei geht es unter anderem um die VerĂ€nderung der internationalen Finanzarchitektur zugunsten von Staaten des sogenannten Globalen SĂŒdens, die Reform des UN-Sicherheitsrats oder den Kampf gegen die Klimakrise.
Die momentan noch laufenden Verhandlungen sind unter anderem wegen Widerstands von mĂ€chtigen LĂ€ndern wie Russland oder teilweise auch den USA zĂ€h - der gegenwĂ€rtige Entwurf bleibt einigen Diplomaten zufolge hinter den hohen Erwartungen der Vereinten Nationen zurĂŒck. Guterres verlangte in seiner Rede deshalb "maximale Ambitionen" fĂŒr die "tiefgreifendsten Reformen", die möglich sind.
Nach bisheriger Planung werden Informationen der Deutschen Presse-Agentur zufolge keine der fĂŒnf UN-VetomĂ€chte USA, China, Russland, GroĂbritannien und Frankreich bei dem Zukunftsgipfel von ihrem Staats- oder Regierungschef vertreten werden.
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