Rundfunkreform könnte im Sommer 2025 kommen - keine Beitragserhöhung
19.09.2024 - 12:15:04 | dpa.deIn der nĂ€chsten Woche könnten die MinisterprĂ€sidenten einen vorlĂ€ufigen Entwurf in die Online-Anhörung geben, hieĂ es aus der Rundfunkkommission der LĂ€nder. Eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags zum 1. Januar 2025 schlieĂen die LĂ€nder offensichtlich aus, weil sie zunĂ€chst auf Effekte durch die Rundfunkreform hoffen, die im Sommer 2025 in Kraft treten könnte.
Eigentlich soll der Beitrag einer Empfehlung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) zufolge zum Jahreswechsel von monatlich 18,36 Euro um 58 Cent auf monatlich 18,94 Euro steigen. Den Beitrag zahlen Haushalte und Firmen zur Finanzierung der öffentlich-rechtlichen MedienhĂ€user von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Die BundeslĂ€nder mĂŒssen sich eng an der Empfehlung orientieren. Aber einige LĂ€nderchefs haben bereits signalisiert, dass sie eine Erhöhung nicht mittragen werden - und sprechen unter anderem von zu wenig RĂŒckhalt in der Bevölkerung dafĂŒr. Hintergrund ist auch die Krise des Senders RBB vor zwei Jahren. Es ging dabei um VorwĂŒrfe der Verschwendung an der Spitze.
Mit der Reform des Rundfunks möchten die LĂ€nder die öffentlich-rechtlichen HĂ€user effizienter aufstellen, Doppelstrukturen vermeiden und die Kontrolle verbessern. ARD und ZDF arbeiten ihrerseits parallel an Synergien. Die LĂ€nder wollen etwa die Zahl der Hörfunkprogramme auf gut 50 reduzieren und die der SpartenkanĂ€le um vier oder möglicherweise fĂŒnf verringern. Wenn die MinisterprĂ€sidenten und alle Landtage in den folgenden Monaten zustimmen, könnte der Reform-Staatsvertrag voraussichtlich im Sommer 2025 in Kraft treten. In einem Folgeschritt wollen sich die LĂ€nder dann mit der Finanzierung beschĂ€ftigen.
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