MĂ€nner, Sucht

MÀnner deutlich hÀufiger wegen Sucht in Reha

18.03.2024 - 04:51:24

Wenn die Sucht einen Menschen im Griff hat, helfen oft Entzug und Reha. Unter den Geschlechtern gibt es dabei große Unterschiede.

MĂ€nner gehen deutlich hĂ€ufiger wegen Sucht in Reha als Frauen. Insgesamt bewilligte die Deutsche Rentenversicherung im vergangenen Jahr rund 49.000 Rehabilitationen wegen einer AbhĂ€ngigkeitserkrankung. Eine solche Reha bewilligt wurde fĂŒr rund 37.000 MĂ€nner und fĂŒr rund 12.000 Frauen, wie der Deutschen Presse-Agentur vorliegende Zahlen der Deutschen Rentenversicherung zeigen. «MĂ€nner beantragen und erhalten deutlich hĂ€ufiger eine Rehabilitation wegen einer AbhĂ€ngigkeitserkrankung als Frauen», so die Rentenversicherung anlĂ€sslich eines dreitĂ€gigen Reha-Kongresses ab diesem Montag in Bremen.

Hauptgrund ist bei beiden Geschlechtern AlkoholabhÀngigkeit, gefolgt von DrogenabhÀngigkeit. MÀnner gehen demnach zu 61 Prozent aufgrund einer AlkoholabhÀngigkeit in eine solche Reha - zu 38 Prozent wegen des Konsums von Drogen und zu knapp 1 Prozent infolge einer AbhÀngigkeit von Medikamenten. Bei Frauen ist in 74 Prozent der FÀlle der Grund Alkohol, in 24 Prozent sind es Drogen und in 2 Prozent der FÀlle Medikamente. Die meisten Betroffenen sind zwischen 30 und 60 Jahre alt.

Die Rentenversicherung weist darauf hin, dass die Rehas positiv fĂŒr die ArbeitsfĂ€higkeit der Betroffenen und den Arbeitsmarkt seien. Â«Ăœber 90 Prozent der Erkrankten stehen noch zwei Jahre nach Abschluss der Rehabilitation wegen einer AbhĂ€ngigkeitserkrankung dem Arbeitsmarkt zur VerfĂŒgung», sagte Direktorin Brigitte Gross.

@ dpa.de