Politbarometer, Landtagswahlen

Umfrage: Amtsinhaber vor Landtagswahlen liegen vorne

29.09.2023 - 10:12:15

Wie wÀhlen die Menschen in Hessen und Bayern? In etwa einer Woche finden die Landtagswahlen statt. Eine aktuelle Umfrage gibt einen Eindruck der aktuellen Stimmung.

Gut eine Woche vor den Landtagswahlen in Bayern und Hessen liegen in beiden BundeslĂ€ndern die Amtsinhaber in Umfragen in FĂŒhrung. Die CDU des hessischen MinisterprĂ€sidenten Boris Rhein kommt in einer am Freitag veröffentlichten Befragung der Forschungsgruppe Wahlen fĂŒr das ZDF-«Politbarometer» bei der «Sonntagsfrage» auf einen Wert von 32 Prozent und konnte damit ihren Vorsprung ausbauen.

WĂ€hrend die CDU im Vergleich zur vorigen Befragung vor drei Wochen um zwei Punkte zulegte, gaben die GrĂŒnen als aktueller Koalitionspartner zwei Punkte nach und liegen nun bei 17 Prozent. Die SPD sank ebenfalls um zwei Punkte auf 17 Prozent, die AfD blieb bei 16 Prozent. Die FDP mĂŒsste mit 5 Prozent (minus 1) um den Einzug in den Landtag zittern, die Linke wĂ€re mit unverĂ€ndert 3 Prozent nicht in Wiesbaden vertreten.

In Bayern liegt die CSU von MinisterprĂ€sident Markus Söder weiter deutlich in FĂŒhrung. Der unverĂ€nderte Wert von 36 Prozent liegt unter dem schwachen Ergebnis der vorigen Wahl von 2018, als die CSU auf 37,2 Prozent kam. Söders Koalitionspartner Freie WĂ€hler erhĂ€lt 15 Prozent, einen Punkt weniger als vor drei Wochen, GrĂŒne und SPD liegen unverĂ€ndert bei 16 beziehungsweise 9 Prozent. Die AfD legte um zwei Punkte auf 14 Prozent zu. Außer der bisherigen Koalition wĂ€re damit auch ein schwarz-grĂŒnes BĂŒndnis möglich, hieß es in dem ZDF-Bericht.

Laut «Politbarometer» gibt es aber in beiden LÀndern noch viele unentschlossene WÀhlerinnen und WÀhler. In Hessen liegt dieser Wert bei 32, in Bayern sogar bei 38 Prozent.

FĂŒr die reprĂ€sentative Umfrage wurden 1222 zufĂ€llig ausgewĂ€hlte Wahlberechtigte in Bayern und 1041 in Hessen vom 25. bis 28. September telefonisch befragt.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Die Forschungsgruppe gibt eine statistische Fehlertoleranz von zwei bis drei Prozentpunkten an. GrundsÀtzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

@ dpa.de