Fan-Proteste in der Bundesliga - Union-Partie kurz vor Abbruch
10.02.2024 - 18:15:36Fan-Proteste gegen die Deutsche FuĂball Liga haben am Bundesliga-Samstag zu teils massiven Verzögerungen in mehreren Stadien gefĂŒhrt. Die Partie des 1. FC Union Berlin gegen den VfL Wolfsburg war insgesamt mehr als eine halbe Stunde unterbrochen, nachdem AnhĂ€nger beider Clubs immer wieder TennisbĂ€lle auf den Rasen geworfen hatten. Das Spiel, das Union mit 1:0 (1:0) gewann, stand kurz vor dem Abbruch. Nur zwei der fĂŒnf Partien wurden ohne ZwischenfĂ€lle zu Ende gespielt.
Beim 0:0 von Schlusslicht Darmstadt 98 bei Borussia Mönchengladbach stoppte Schiedsrichter Sascha Stegemann den Spielfluss fĂŒr 13 Minuten. Das 2:2 (1:1) von RB Leipzig beim FC Augsburg, durch das RB den Anschluss an die Champions-League-PlĂ€tze verpasste, war kĂŒrzer unterbrochen, unter anderem flog ein Klappstuhl aufs Feld. Keine Protest-Verzögerungen gab es beim 1:2 (1:2) von Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim sowie beim 1:1 (1:1) von Eintracht Frankfurt gegen den VfL Bochum.
Beim Gastspiel von Schlusslicht Darmstadt 98 bei Borussia Mönchengladbach sorgten die Fans dagegen fĂŒr lĂ€ngere Verzögerungen. Hintergrund ist der seit Monaten schwelende Widerstand einiger Fangruppen gegen den Einstieg eines Investors bei der DFL, die sich derzeit mit Angeboten der Unternehmen Blackstone und CVC befasst. Der Investor soll fĂŒr eine prozentuale Beteiligung an den TV-Erlösen eine Milliarde Euro zahlen.
Zahlreiche Banner
In mehreren Stadien waren wieder SpruchbÀnder zu sehen. «Nachhaltiges Wachstum statt schnelles Geld» war beispielsweise in Augsburg zu lesen. In Mönchengladbach stand unter anderem: «Nein zum Ligainvestor!»
In Berlin war zu lesen: «Private-Equity-Heuschrecken ohne Einflussnahme? Verkauft uns nicht fĂŒr dumm.» Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck schickte beide Mannschaften nach dem ersten Schwung TennisbĂ€lle zwischenzeitlich in die Kabine. In der sehr langen Nachspielzeit der ersten Halbzeit traf Danilho Doekhi (45.+25) fĂŒr Union.
Leipzig geriet durch das Gegentor durch Phillip Tietz (35.) in BedrĂ€ngnis. LoĂŻs Openda (39.) mit seinem 15. Saisontor sowie Benjamin Sesko (52.) drehten die Partie zwischenzeitlich, ehe Ermedin Demirovic (60.) fĂŒr den FCA traf. Ein Foul vom Augsburger Torwart Finn Dahmen an Mohamed Simakan brachte Leipzig die groĂe Chance zur Entscheidung, doch Openda scheiterte beim fĂ€lligen StrafstoĂ an Dahmen (81.).
Bremen patzt bei der Geburtstagsparty
In Bremen vergab Jens Stage frĂŒh eine groĂe Chance zur FĂŒhrung (4.). Werder machte auch in der Folge das Spiel - die ersten Tore erzielten aber Lennard Maloney (12.) und Jan-Niklas Beste (18.) fĂŒr Heidenheim. Romano Schmid (19.) machte die Partie zum 125. Geburtstag seines Clubs mit dem Anschlusstreffer schnell wieder spannend.
Frankfurt ging durch Omar Marmoush (14.) in FĂŒhrung. Moritz Broschinski (17.) traf aber zeitig zum Ausgleich fĂŒr Bochum. Beiden Clubs hilft das Remis in der Tabelle nicht weiter, Frankfurt ist Sechster, Bochum belegt den 14. Platz.

















