SPD-Parteitag, Wahlprogramm

SPD-Parteitag beschließt Wahlprogramm

11.01.2025 - 15:53:55 | dts-nachrichtenagentur.de

Zum Abschluss des SPD-Bundesparteitags in Berlin haben die Sozialdemokraten am Samstag ihr Wahlprogramm für die Bundestagswahl beschlossen.

Delegierte auf SPD-Parteitag werben für 15 Euro Mindestlohn am 11.01.2025 - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Delegierte auf SPD-Parteitag werben für 15 Euro Mindestlohn am 11.01.2025 - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Es wurde am Nachmittag einstimmig von allen anwesenden Delegierten gebilligt. In dem 63-seitigen "Regierungsprogramm" legt die Partei Schwerpunkte auf die Themen Investitionen sowie soziale Gerechtigkeit. Unter anderem soll ein "Deutschlandfonds" geschaffen werden, der öffentliches und privates Kapital mobilisiert.

Er soll anfangs mit 100 Milliarden Euro ausgestattet werden und auch "im bestehenden Rahmen der Schuldenregel des Grundgesetzes" funktionieren. Zugleich fordert die SPD eine allgemeine Reform der Schuldenregeln, sodass Investitionen nicht behindert werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Sozialdemokraten ist eine Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Euro. Er müsse "spätestens ab 2026" bei diesem Wert liegen, wobei man sich "an den Empfehlungen der europäischen Richtlinie" orientiere, heißt es im Wahlprogramm. Zugleich will die Partei den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Lebensmittel von sieben Prozent auf fünf Prozent senken. Spitzen gegen die Konkurrenz sind ebenfalls im Wahlprogramm vorhanden. So heißt es etwa, dass die Konservativen "erreichte Fortschritte rückgängig machen" und dort sparen wollten, wo es viele Bürger "persönlich trifft". Andere setzten wiederum auf eine Politik, die Bürger "bevormundet". Die "Populisten von rechts und links" gäben derweil "völlig falsche Antworten". Ihr Geschäftsmodell sei es, die Gesellschaft zu spalten. Der nur knapp fünf Stunden lange Parteitag hatte am Samstag zunächst mit der Kür von Olaf Scholz zum Kanzlerkandidaten begonnen. Dabei versuchte die Parteispitze vor allem, Geschlossenheit zu demonstrieren. Die Wahl fand am Ende per offener Abstimmung statt, in der bis auf fünf Delegierte alle für den Kanzler stimmten.

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