Heidenheim, Sieg

3:1 in Heidenheim: Wichtiger Sieg fĂŒr Wolfsburg

10.11.2024 - 21:25:20

Zumindest auswĂ€rts lĂ€uft's fĂŒr den VfL. Die Niedersachsen gewinnen in Heidenheim und ziehen in der Tabelle am Ostalb-Club vorbei. Der international so starke FCH gerĂ€t in der Bundesliga in BedrĂ€ngnis.

Der VfL Wolfsburg hat die internationalen Seriensieger des 1. FC Heidenheim einmal mehr unsanft in den Liga-Alltag zurĂŒckgeholt und sich selbst etwas Luft auf die AbstiegsplĂ€tze verschafft. Die Niedersachsen gewannen zum Abschluss des zehnten Spieltags mit 3:1 (2:0) auf der Ostalb und liegen nun vier Punkte vor dem Relegationsrang. Der FCH hat aus seinen vergangenen fĂŒnf Partien in der Fußball-Bundesliga nur einen ZĂ€hler geholt und fiel in der Tabelle hinter den VfL zurĂŒck.

Yannick Gerhardt (3. Minute), Bence Dardai (42.) und Joker Tiago TomĂĄs (90.) erzielten die Tore fĂŒr die Wolfsburger, die phasenweise noch mal zittern mussten. Marvin Pieringer (64.) verkĂŒrzte zwischenzeitlich fĂŒr die Heidenheimer, die in der Conference League wenige Tage zuvor noch ihren dritten Sieg im dritten Spiel der Ligaphase bejubelt hatten.

Die Wolfsburger liefern in dieser Saison zumindest auswĂ€rts bislang konstant ab. Zehn ihrer nunmehr zwölf Punkte holten sie in der Fremde - nur Spitzenreiter FC Bayern MĂŒnchen (16) ist auch in dieser Kategorie noch stĂ€rker.

MĂŒller sieht bei VfL-FĂŒhrung nicht gut aus

Die PausenfĂŒhrung des VfL ging in Ordnung. Beim Treffer von Gerhardt sah FCH-Keeper Kevin MĂŒller jedoch nicht gut aus. Der Schuss des 30-JĂ€hrigen war verdeckt, aber auch unplatziert. MĂŒller wehrte zur Seite ab, vom Pfosten sprang der Ball ins Netz. Wieder ein RĂŒckstand fĂŒr Heidenheim. Genau das, was Trainer Frank Schmidt vermeiden wollte.

Der FCH hatte zwar mehr Ballbesitz, der VfL aber zunĂ€chst die klareren Chancen. Auch das frĂŒhe Aus von Verteidiger Joakim Maehle wegen Oberschenkelproblemen (20.) brachte die GĂ€ste nicht aus dem Konzept. Konstantinos Koulierakis zielte nach einer Ecke zu ungenau (23.), sein Abwehrkollege Denis Vavro setzte einen Freistoß an den Pfosten (35.).

Vermeintliches 1:1 zÀhlt nicht

Ruhende BĂ€lle waren auf beiden Seiten gefragt. Zumindest ĂŒber solche gelang es auch den in der ersten Halbzeit spielerisch schwerfĂ€lligen Heidenheimern, Gefahr zu entwickeln. Mathias Honsak traf infolge einer Ecke zum vermeintlichen 1:1, stand beim Kopfball von Teamkollege Patrick Mainka zuvor aber auch hauchdĂŒnn im Abseits (25.).

Beim 0:2 verteidigten die Hausherren schwach. Einen Kopfball von Vavro parierte MĂŒller noch, ĂŒber Umwege landete die Kugel aber bei Dardai - und der stocherte sie ins linke Eck.

Pieringer trifft technisch anspruchsvoll

Nach der Pause dann ein anderes Bild: Heidenheim drĂŒckte, der VfL hatte mitunter Probleme. Das 1:2, das - natĂŒrlich - aus einer Standardsituation resultierte, war verdient. Pieringer traf im Sitzen per Direktabnahme und machte es wieder richtig spannend.

In der 83. Minute verhinderte MĂŒller gegen den eingewechselten Kevin Behrens die Entscheidung. Nachdem den Heidenheimern fast noch der Ausgleich gelungen wĂ€re (89.), machte TomĂĄs per Flachschuss alles klar.

@ dpa.de