Deutschland, Afghanistan

20 Menschen nach Afghanistan abgeschoben

26.02.2026 - 12:40:29 | dpa.de

Zwanzig straffÀllig gewordene MÀnner sind von Leipzig aus nach Afghanistan abgeschoben worden. Grundlage ist eine Vereinbarung mit den Taliban.

Es sind nicht die ersten Abschiebungen nach Afghanistan. (Archivbild) - Foto: Michael Kappeler/dpa
Es sind nicht die ersten Abschiebungen nach Afghanistan. (Archivbild) - Foto: Michael Kappeler/dpa

Deutschland hat Menschen per Charterflug nach Afghanistan abgeschoben. Es seien zwanzig afghanische StraftÀter mit einem Charterflug von Leipzig nach Kabul gebracht worden, teilte das Bundesinnenministerium mit.

Nach Angaben des Ministeriums war es der erste Charterflug, der ohne die UnterstĂŒtzung anderer Staaten auf Grundlage einer direkten Vereinbarung zustande kam. Bei vorigen FlĂŒgen hatte Katar vermittelt. Mitarbeiter des Ministeriums haben nun eine Vereinbarung mit den islamistischen Taliban gefunden.

Vereinbarung mit den Taliban

Die Kontakte zu den Taliban sind umstritten, denn offiziell unterhÀlt die Bundesregierung keine diplomatischen Beziehungen zu den Islamisten, die seit August 2021 wieder in Afghanistan an der Macht sind. Wegen ihrer Missachtung von Menschen- und vor allem Frauenrechten sind sie international isoliert.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklĂ€rte: «Unsere Vereinbarung schafft eine verlĂ€ssliche Grundlage fĂŒr direkte und dauerhafte Abschiebungen nach Afghanistan.»

Auch TĂ€ter von Illerkirchberg unter den Abgeschobenen

Abgeschoben wurden demnach ausreisepflichtige MÀnner, die in Deutschland straffÀllig geworden waren, unter anderem wegen Sexualdelikten, Körperverletzung und Drogendelikten.

Unter den Abgeschobenen war nach Angaben des baden-wĂŒrttembergischen Innenministeriums auch ein 22-JĂ€hriger, der wegen seiner Beteiligung an der Vergewaltigung einer MinderjĂ€hrigen in Illerkirchberg 2019 zu einer mehrjĂ€hrigen Haftstrafe verurteilt worden war. Alle vier TĂ€ter der Gruppenvergewaltigung seien damit abgeschoben, erklĂ€rte Landesjustizministerin Marion Gentges (CDU), einer von ihnen in den Irak, drei nach Afghanistan.

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