Haftstrafen fĂŒr Milliardenbetrug bei Staatsfonds 1MDB
28.08.2024 - 15:22:27Das Bundesstrafgericht in Bellinzona sah es als erwiesen an, dass sie an der SchÀdigung des Staatsfonds beteiligt waren.
Es handelt sich um den Direktor der Ălfirma Petrosaudi mit BĂŒros in Genf und einen GeschĂ€ftspartner. Einer von ihnen ist schweizerisch-saudischer, der andere schweizerisch-britischen DoppelbĂŒrger. Das Urteil ist noch nicht rechtskrĂ€ftig.
Korruption in groĂem Stil
Vor rund zehn Jahren war ein Milliardenbetrug bei dem Staatsfonds aufgeflogen. Der damalige malaysische Regierungschef Najib Razak wurde deshalb 2020 zu einer langjÀhrigen Haftstrafe und zu einer Geldstrafe in Millionenhöhe verurteilt. Der Fonds sollte die wirtschaftliche Entwicklung des asiatischen Landes vorantreiben.
Das US-Justizministerium geht davon aus, dass 4,5 Milliarden Dollar aus dem Fonds gestohlen wurden. Es hat nach eigenen Angaben von Juni inzwischen 1,4 Milliarden Dollar auf Konten beschlagnahmt und Malaysia zurĂŒckgegeben.
Die in der Schweiz Angeklagten sollen nach Angaben der Bundesanwaltschaft unter VortĂ€uschung falscher Tatsachen und Beteiligung eines malaysischen Investors ein Joint Venture mit dem Staatsfonds 1MDB eingegangen sein. Sie hĂ€tten angebliche Vermögenswerte eingebracht, die sie gar nicht besaĂen. Mehrere Dutzend Millionen Dollar aus dem Staatsfonds seien schlieĂlich bei den Beschuldigten gelandet, "ohne dem Zweck des Joint Ventures zu dienen", wie es in einer Mitteilung des Bundesstrafgerichts heiĂt.
Bei der Anklageerhebung im April 2023 gab die Bundesanwaltschaft an, den beiden werde vorgeworfen, "mindestens 1,8 Milliarden Dollar veruntreut und gewaschen zu haben".

