Gesundheit, KrankenhÀuser

KrankenhÀuser lehnen KBV-Vorschlag zu OPs ab

17.07.2023 - 10:46:29

Zwischen den KassenÀrzten und den KrankenhÀusern ist ein neuer Streit um ambulante Operationen entbrannt.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) lehnt die Forderung der KassenĂ€rztlichen Bundesvereinigung (KBV) ab, bis zu vier Millionen Klinik-Operationen kĂŒnftig von niedergelassenen Ärzten durchfĂŒhren zu lassen, wie die "Bild" (Dienstagsausgabe) berichtet. Der DGK-Vorsitzende Gerald Gaß sagte der Zeitung: "Der Vorschlag klingt gut, ist aber völlig unrealistisch. Schon heute mĂŒssen gesetzlich Versicherte viele Monate, zum Teil weit ĂŒber ein halbes Jahr auf einen Termin beim Facharzt warten."

Er wolle sich gar nicht vorstellen, wie sich dieser Zustand noch weiter verschlechtern wĂŒrde, wenn jetzt noch zusĂ€tzlich Millionen von Patienten aus den KrankenhĂ€usern auf ambulante Operationen in den Arztpraxen warten mĂŒssten. Gaß zeigte sich offen dafĂŒr, niedergelassene Ärzte in Kliniken operieren zu lassen. Gerade "komplexere ambulante Operationen "sollten an den KrankenhĂ€usern durchgefĂŒhrt werden, um dort in einem fĂŒr die Patienten gesicherten Umfeld auf mögliche medizinische Risiken "gut und qualitativ hochwertig reagieren zu können". Die KrankenhĂ€user mĂŒssten sich in den kommenden Jahren ohnehin darauf einstellen, immer mehr Patienten ambulant zu behandeln. Denn die Altersstruktur der niedergelassenen Ärzte zeige, dass in den kommenden Jahren viele Arztpraxen nicht mehr nachbesetzt werden könnten und damit die VersorgungslĂŒcken im ambulanten Bereich noch grĂ¶ĂŸer wĂŒrden, sagte Gaß.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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