HZA-AC, Hauptzollamt HZA-AC: Hauptzollamt Aachen beteiligt sich an Joint Action Days zu EMPACT Zoll im Einsatz gegen Menschenhandel und illegale BeschÀftigung
30.04.2024 - 12:00:06
Aachen - In der vergangenen Woche fanden europaweit die Joint Action Days zum Thema "Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung durch eine BeschĂ€ftigung, Ausbeutung der Arbeitskraft und Zwangsarbeit" im Rahmen des EMPACT-Projektes statt. Auch in diesem Jahr sollten durch die gemeinsamen Kontrolltage der EU-Mitgliedstaaten gezielt kriminelle Gruppierungen und potenzielle Opfer von Menschenhandel, Zwangsarbeit und Ausbeutung der Arbeitskraft identifiziert werden. Zöllnerinnen und Zöllner des Hauptzollamts Aachen beteiligten sich an diesen Kontrolltagen und prĂŒften BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnisse der Arbeitnehmer*innen in Gastronomiebetrieben und Nagelstudios. Sie kontrollierten 19 Unternehmen und fĂŒhrten 82 Personenbefragungen in der StĂ€dteregion Aachen sowie in den Kreisen Heinsberg und Euskirchen durch. Insgesamt leiteten sie in 15 FĂ€llen ein Strafverfahren gegen illegal aufhĂ€ltige arbeitende Personen ein. Zudem besteht in 10 FĂ€llen der Verdacht des Vorenthaltens und der Veruntreuung von Arbeitsentgelt. Eine KĂŒchenhilfe wies sich mit einem gefĂ€lschten Ausweis aus, sodass der Straftatbestand der UrkundenfĂ€lschung erfĂŒllt war. Drei Personen wurden zwecks Feststellung der IdentitĂ€t vorlĂ€ufig festgenommen. Die Beamt*innen leiteten 10 Strafverfahren gegen Arbeitgeber wegen des Verdachts der Beihilfe zum illegalen Aufenthalt ein. In 8 FĂ€llen werden Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts der Sofortmelde- sowie Stundenaufzeichnungspflichtverletzung gefĂŒhrt. Im Rahmen der EMPACT Action Days vollstreckte der Zoll einen Durchsuchungsbeschluss in einer Privatwohnung. Die GeschĂ€ftsinhaberin eines Nagelstudios steht im Verdacht der Beihilfe zum illegalen Aufenthalt und des Verdachts des Vorenthaltens und der Veruntreuung von Arbeitsentgelt. 6 Personen versuchten sich der Kontrolle durch Flucht zu entziehen. Eine dieser Personen war zur Festnahme ausgeschrieben und wurde zustĂ€ndigkeitshalber an die Polizei ĂŒbergeben; sie befindet sich in Abschiebehaft.
Im Nachgang zu den Kontrollen schlieĂen sich nun umfangreiche Ermittlungen an der Dienststelle durch die BeschĂ€ftigten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit an, wie z.B. GeschĂ€ftsunterlagenprĂŒfungen der kontrollierten Betriebe und Datenabgleiche mit den Zusammenarbeitsbehörden.
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