HZA-DO: Zoll fĂŒhrt nĂ€chtliche Kontrollen im GaststĂ€ttengewerbe und Rotlichtmilieu durch / Schwarzarbeit in mehreren FĂ€llen aufgedeckt
23.01.2024 - 06:37:58Bei der Kontrolle einer Diskothek in Lennestadt wurden alleine vier Mitarbeiter erfasst, die nicht zur Sozialversicherung gemeldet sind.
"Dabei getroffene Ausreden, dass es sich nur um eine Probearbeit oder GefĂ€lligkeit und nicht etwa um ein ArbeitsverhĂ€ltnis handele, sind die Zöllnerinnen und Zöllner gewohnt", so Andrea MĂŒnch, Pressesprecherin des Hauptzollamts Dortmund.
"Etwas kreativer, aber auch nicht ĂŒberzeugend war die Behauptung eines TĂŒrstehers, der darauf bestand, dass er nur Gast und seine Security-Arbeitskleidung ein KarnevalskostĂŒm sei. Bezeichnenderweise wĂ€re er damit der einzige KostĂŒmierte in der ganzen Diskothek gewesen", so MĂŒnch weiter.
Den Arbeitgeber erwartet nun ein Ermittlungsverfahren.
Ărger droht auch dem Betreiber eines Clubs in Siegen. Von seinen vier TĂŒrstehern waren zwei zum Zeitpunkt der Kontrolle nicht angemeldet. Die Anmeldungen wurden erst am nĂ€chsten Morgen nachgeholt, nachdem die Zöllner den Sachverhalt aufgenommen hatten.
Wer Arbeitnehmer nicht anmeldet und keine BeitrĂ€ge zahlt, begeht eine Straftat. Zudem gilt in Branchen wie beispielsweise dem GaststĂ€tten- und dem Sicherheitsgewerbe eine Sofortmeldepflicht, wonach Arbeitnehmer bereits vor Aufnahme der BeschĂ€ftigung gemeldet werden mĂŒssen.
Das erleichtert dem Zoll, der den Eingang einer solchen Meldung elektronisch auf die Sekunde genau nachvollziehen kann, potenzielle FĂ€lle von Schwarzarbeit zu erkennen. "Bei VerstöĂen wird hart durchgegriffen und eine empfindliche GeldbuĂe festgesetzt. Dadurch sollen Arbeitgeber zu gesetzeskonformem Handeln angehalten werden", so MĂŒnch weiter.
In einem Bordell in Siegen wurden vier selbstĂ€ndige Prostituierte angetroffen, die eine Anmeldung nach dem Prostituiertenschutzgesetz vorweisen konnten. Bei einer fĂŒnften fehlte diese jedoch. Der Zoll wird deswegen den Kreis Siegen-Wittgenstein als zustĂ€ndige Behörde informieren.
Insgesamt wurden rund 30 Personen ĂŒberprĂŒft.
"Mit Kontrollen des Zolls, die risikoorientiert durchgefĂŒhrt werden, muss jederzeit gerechnet werden. Schwarzarbeit lohnt sich nicht", resĂŒmiert MĂŒnch.
RĂŒckfragen bitte an:
Hauptzollamt Dortmund
Pressesprecherin
Andrea MĂŒnch
Telefon: 0231-9571-1030
E-Mail: [email protected]
www.zoll.de
Original-Content von: Hauptzollamt Dortmund ĂŒbermittelt durch news aktuell


