FW-KLE: GebÀudebrand in Gewerbebetrieb
24.12.2023 - 00:46:38Aufgrund zahlreicher eingehender Notrufe wegen der massiven Rauchentwicklung entschied sich die Einsatzleitung direkt zu einer Alarmstufenerhöhung die dazu fĂŒhrte, dass alle sieben Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehr Bedburg-Hau alarmiert wurden. Weiterhin gab es Hinweise auf eingelagertes Feuerwerk. Hierbei handelte es sich jedoch nur um eine kleine Menge.
Zum Zeitpunkt des Eintreffens der ersten Löscheinheit stand der hintere Hallenbereich bereits in Vollbrand. Im Verlauf kam es zu einer schnellen Brandausbreitung auf die vorderen VerkaufsrĂ€ume mit DurchzĂŒndung. Betroffen war eine FlĂ€che von rund 1.500 Quadratmetern.
Um 13:42 Uhr wurde eine Warnung der Bevölkerung ĂŒber die NINA-Warnapp sowie ĂŒber die Medien herausgegeben. Aufgrund der Rauchentwicklung sollten Anwohner im betroffenen Bereich Fenster sowie TĂŒren geschlossen halten und sich in geschlossene RĂ€ume begeben. Nach einem Hinweis, dass es ebenfalls in Rees zu GeruchsbelĂ€stigungen gekommen war, wurde der Warnbereich erweitert. Um 15:40 Uhr konnte die Warnung jedoch aufgehoben werden. Zuvor waren Messungen auf Gefahrstoffe vorgenommen worden.
Zur BrandbekĂ€mpfung wurde ein massiver Löschangriff durchgefĂŒhrt. Dazu waren 21 EinsatzkrĂ€fte unter schwerem Atemschutz eingesetzt. 6 C-Rohre, 1 B-Rohr sowie ein Wenderohr ĂŒber eine Drehleiter mit insgesamt rund 2000-Litern Wasser pro Minute sorgten dafĂŒr, dass gegen 18.00 Uhr der Brand unter Kontrolle gebracht werden konnte. Danach wurde Löschschaum eingesetzt, um Glutnester abzulöschen. Um diese zu erreichen, musste mit einem Bagger die Hallenkonstruktion zum Teil eingerissen werden. Zur besseren Koordinierung war die Einsatzstelle in vier Einsatzabschnitte eingeteilt. Um gegenĂŒberliegende GebĂ€ude zu schĂŒtzen, wurde eine Riegelstellung mit einem DĂŒsenschlauch notwendig.
Im Verlauf des Einsatzes wurden sechs Personen verletzt. Darunter zwei Mitarbeitende des Unternehmens und zwei Anwohner. Nach einer Sichtung des Rettungsdienstes war eine weitere Behandlung nicht erforderlich. Ein Feuerwehrmann musste mit Kreislaufproblemen vor Ort versorgt werden. Ein weiterer Feuerwehrmann kam mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Nach einer ambulanten Behandlung konnte er noch Abend das Krankenhaus verlassen.
Zur UnterstĂŒtzung an der Einsatzstelle wurden folgende Einheiten nachgefordert und eingesetzt:
Kreis Kleve: Einsatzleitwagen (ELW2), GerÀtewagen Atemschutz und Schaummittel, sowie ein GerÀtewagen Logistik. Stellvertretender Kreisverbrandmeister. Rettungsdienst, Organisatorischer Leiter Rettungsdienst und Notarzt. Untere Wasserbehörde.
Kreispolizeibehörde Kleve
Feuerwehr Goch, Kleve, Uedem, Kranenburg, Rees, Rheurdt, Weeze: ABC Erkunder, Bedienpersonal Einsatzleitwagen.
DRK Weeze, Goch: Einsatzeinheit 01/ 02 Verpflegung und Betreuung der EinsatzkrÀfte.
Malteser Hilfsdienst Kleve: Rettungsdienst.
Feuerwehr Rees: Dekontaminationseinheit.
THW Kleve, Emmerich: Einsatzstellenbeleuchtung.
Gemeinde Bedburg-Hau: Ordnungsamt und BĂŒrgermeister.
Stadtwerke Kleve
WestNetz
Landesamt fĂŒr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV): Sondereinsatzfahrzeug zur Schadstoffmessung.
Biermann Veranstaltungstechnik GmbH: Bagger, Radlader und Beleuchtung.
Insgesamt waren 190 EinsatzkrÀfte vor Ort. Die Einsatzleitung hatte Gemeindebrandinspektor Tobias Lamers. Einsatzende war um 23:30 Uhr.
Aufgrund des starken Rauchaufschlags wurden alle eingesetzten Löschfahrzeuge noch vor Ort gereinigt. Ebenso konnten sich die EinsatzkrÀfte im Rahmen der Einsatzstellenhygiene dekontaminieren und umkleiden.
Durch die Energieversorger wurde das GebĂ€ude von Gas und Strom getrennt. Dazu waren zum Teil StraĂenbaumaĂnahmen erforderlich.
Die Höhe des entstandenen Sachschadens und sowie die Entstehungsursache sind nicht bekannt.
RĂŒckfragen bitte an:
Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau
Pressesprecher
Michael Hendricks
Telefon: 02821 / 7 38 92 97
Fax: 02821 / 7 38 92 98
E-Mail: [email protected]
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