Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik der Polizeiinspektion Harburg fĂŒr das Jahr 2023
10.04.2024 - 13:03:47UnfÀlle mit Personenschaden
FĂŒnf Menschen haben bei VerkehrsunfĂ€llen im Jahr 2023 ihr Leben verloren, 2022 waren es noch zwölf.
Die Zahl der UnfĂ€lle, bei denen Menschen verletzt wurden, ist ebenfalls rĂŒcklĂ€ufig. Zu schweren Verletzungen kam es bei 131 (145) UnfĂ€llen. Bei 737 (744) UnfĂ€llen wurden Beteiligte leicht verletzt.
Die Gesamtzahl der bei UnfÀllen verletzten Personen ist leicht auf 1152 (1180) gesunken.
Polizeihauptkommissar Frank Waldhaus, Sachbearbeiter Verkehr der Polizeiinspektion Harburg dazu: "Der Anstieg der Gesamtunfallzahl um fast 13% zeigt deutlich, dass das Verkehrsgeschehen im Landkreis Harburg stetig an Dynamik zunimmt. Hierbei lĂ€sst sich allerdings kein regionaler Schwerpunkt erkennen. Positiv ist, dass UnfĂ€lle mit verletzten oder gar getöteten Personen rĂŒcklĂ€ufig sind. Gerade diese UnfĂ€lle haben hĂ€ufig massive Auswirkungen fĂŒr die Betroffenen, ihr privates wie berufliches Umfeld und nicht zuletzt die mit der Rettung und Hilfeleistung befassten EinsatzkrĂ€fte."
Drei der UnfĂ€lle, bei denen Personen ums Leben kamen, ereigneten sich auĂerhalb geschlossener Ortschaften (ohne Autobahnen). Drei der Verstorbenen waren FuĂgĂ€nger. Zwei Menschen waren in einem Pkw unterwegs.
Autobahnen
Auf den Autobahnen im Landkreis Harburg kam es im Jahr 2023 zu insgesamt 1137 (1038) UnfÀllen. Bei 19 (20) UnfÀllen erlitten Beteiligte schwere Verletzungen, bei 137 (114) UnfÀllen wurden Menschen leicht verletzt. Zu tödlichen UnfÀllen auf Autobahnen war es im Jahr 2023 nicht gekommen.
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort
Die Zahl der VerkehrsunfĂ€lle mit anschlieĂender Flucht ist auf 1674 (1545) gestiegen. Die AufklĂ€rungsquote lag mit rund 43% auf dem Niveau der Vorjahre.
Unfallursachen
Die hÀufigste Unfallursache war auch im Jahr 2023 mangelnder Abstand mit 513 (494) FÀllen. Weitere hÀufige Unfallursachen sind nicht angepasste Geschwindigkeit mit 364 (286) FÀllen, Missachtung der Vorfahrt mit 270 (350) FÀllen, sowie Fehler beim Abbiegen mit 165 (117) FÀllen.
Trunkenheit im Verkehr
Alkoholeinfluss war in 114 (123) FĂ€llen die Ursache bei im Jahr 2023 erfassten UnfĂ€llen. Eine Beeinflussung durch Drogen oder Medikamente spielte in 13 (16) FĂ€llen eine Rolle. Im vergangenen Jahr wurden 289 (347) Verfahren gegen Verkehrsteilnehmerrinnen und Verkehrsteilnehmer eingeleitet, weil sie unter dem Einfluss von Alkohol ein Kraftfahrzeug gefĂŒhrt hatten. Fahrten unter Medikamenten- oder Drogeneinfluss wurden 232 (229) mal festgestellt.
Der Leiter Einsatz der Polizeiinspektion Harburg, Polizeioberrat Sebastian Pölking, stellt dazu fest: "Alkohol- und Drogenerkennung im StraĂenverkehr war und ist ein absoluter TĂ€tigkeitsschwerpunkt im Einsatz- und Streifendienst. Die Zahl der festgestellten VerstöĂe ist zwar leicht rĂŒcklĂ€ufig, man muss aber von einem groĂen Dunkelfeld ausgehen. Deswegen werden wir weiterhin regelmĂ€Ăige Schwerpunktkontrollen mit Blick auf die FahrtĂŒchtigkeit durchfĂŒhren und das Thema auch im regulĂ€ren Einsatz- und Streifendienst weiter im Blick behalten."
WildunfÀlle
Im Jahr 2023 registriert die Polizei 1478 (1101) WildunfĂ€lle. Hierbei wurden ein Mensch schwer und fĂŒnf Menschen leicht verletzt.
Betrachtung der Risikogruppen
Junge Fahrerinnen und Fahrer im Alter von 18-24 Jahren waren im Jahr 2023 an 1099 (975) UnfĂ€llen beteiligt. In 850 (718) FĂ€llen waren sie auch die Unfallverursachenden. Rund 80 % der UnfĂ€lle werden also durch FahranfĂ€ngerinnen und FahranfĂ€nger verursacht, Sie haben aber nur rund 7 % Anteil an der Gesamtbevölkerung. PrĂ€ventionsmaĂnahmen wie das Fahrschul- und das Schutzengelprojekt oder auch RadfahrprĂŒfungen an den Schulen werden auch weiterhin von der Polizei unterstĂŒtzt, um die Risikogruppe möglichst umfassend zu sensibilisieren.
Menschen ab 65 Jahren waren an 1434 (1326) UnfÀllen beteiligt. Das entspricht einem Anteil von rund 20 % an der Gesamtunfallzahl. Bei etwa 78%(75%) dieser UnfÀlle waren sie auch Hauptverursachende.
Menschen ĂŒber 75 Jahren waren an insgesamt 740 (719) UnfĂ€llen beteiligt. In 602 (573) FĂ€llen, das sind rund 81%, wurden sie auch als die verursachenden Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer erfasst.
Betrachtung nach Art der Verkehrsbeteiligung
Im Jahr 2023 wurden im Landkreis Harburg bei 282 (289) UnfÀllen 318 (317) Radfahrerinnen und Radfahrer als Beteiligte polizeilich erfasst. Bei 34 (33) UnfÀllen wurden Personen auf ihrem Rad schwer verletzt. Bei 180 (202) UnfÀllen erlitten sie leichte Verletzungen.
Mit einem Motorrad (Hubraum > 125 cm³) waren im Jahr 2023 insgesamt 79 (93) Personen an UnfÀllen beteiligt. 18 (15) Menschen wurden schwer und 31 (36) leicht verletzt.
Trotz der sichtbaren Zunahme von E-Scootern im öffentlichen StraĂenverkehr sank die Zahl der VerkehrsunfĂ€lle im Jahr 2023 auf 21 (30). In acht (17) FĂ€llen wurden, deren Fahrerinnen oder Fahrer als Verursachende erfasst. Drei (vier) Menschen wurden bei diesen VerkehrsunfĂ€llen schwer, 16 (23) leicht verletzt.
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