Verkehrsunfallstatistik der Polizeiinspektion Harburg fĂŒr das Jahr 2024
09.04.2025 - 09:59:26UnfÀlle mit Personenschaden
Neun Menschen haben bei VerkehrsunfĂ€llen im Jahr 2024 ihr Leben verloren, 2023 waren es fĂŒnf.
Die Zahl der UnfÀlle, bei denen Menschen verletzt wurden, ist leicht angestiegen. Zu schweren Verletzungen kam es bei 109 (131) UnfÀllen. Bei 808 (737) UnfÀllen wurden beteiligte Personen leicht verletzt.
Die Gesamtzahl der bei UnfÀllen verletzten Personen ist leicht auf 1261 (1152) gestiegen.
2024 verstarben vier FuĂgĂ€nger im StraĂenverkehr. Zwei Menschen wurden beim Ăberqueren einer BundesstraĂe angefahren, ein Mann an einer Ampel, eine Frau auf einem Parkplatz. Bei einem Verkehrsunfall verstarb eine Radfahrerin, bei einem anderen Unfall ein Krad-Fahrer. Bei drei UnfĂ€llen verstarb je ein Pkw-Fahrer. In einem Fall war der Pkw allein beteiligt, bei einem Unfall kam es zum FrontalzusammenstoĂ zweier Pkw, beim dritten Unfall lag ein Auffahrunfall vor.
Dazu Polizeihauptkommissar Frank Waldhaus, Sachbearbeiter Verkehr der Polizeiinspektion Harburg: "Jeder Unfall, bei dem ein Mensch verletzt oder gar getötet wird, ist einer zu viel. Im Sinne der Verkehrssicherheitsarbeit werden UnfallhÀufungsstellen oder hÀufige Unfallursachen immer wieder analysiert, um der "Vision Zero" nÀher zu kommen. Die DiversitÀt allein bei den tödlichen VerkehrsunfÀllen im letzten Jahr lÀsst aber keinen eindeutigen Schwerpunkt erkennen."
Autobahnen
Auf den Autobahnen im Landkreis Harburg kam es im Jahr 2024 zu insgesamt 1155 (1137) UnfÀllen. Als Folge eines Unfalls verstarb ein Mensch. Bei 15 (19) UnfÀllen erlitten Beteiligte schwere Verletzungen, bei 158 (137) UnfÀllen wurden Menschen leicht verletzt.
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort
Die Zahl der VerkehrsunfĂ€lle mit anschlieĂender Flucht ist auf 1732 (1674) gestiegen. Die AufklĂ€rungsquote lag mit gut 43 % auf dem Niveau der Vorjahre.
Unfallursachen
Die hÀufigste Unfallursache war auch im Jahr 2024 mangelnder Abstand mit 546 (513) FÀllen. Weitere hÀufige Unfallursachen sind nicht angepasste Geschwindigkeit mit 360 (364) FÀllen, Missachtung der Vorfahrt mit 250 (270) FÀllen, sowie Fehler beim Abbiegen mit 166 (165) FÀllen.
Trunkenheit im Verkehr
Alkoholeinfluss war in 123 (114) FĂ€llen die Ursache bei im Jahr 2024 erfassten UnfĂ€llen. Eine Beeinflussung durch Drogen oder Medikamente spielte in 10 (13) FĂ€llen eine Rolle. Im vergangenen Jahr wurden 319 (289) Verfahren gegen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer eingeleitet, weil sie unter dem Einfluss von Alkohol ein Kraftfahrzeug gefĂŒhrt hatten. Fahrten unter Medikamenten- oder Drogeneinfluss wurden 197 (232) mal festgestellt.
FĂŒr Polizeioberrat Sebastian Pölking, Leiter Einsatz der Polizeiinspektion Harburg, kein Grund nachzulassen: "Die sinkende Zahl der festgestellten Fahrten unter Medikamenten- oder Drogeneinfluss darf nicht darĂŒber hinwegtĂ€uschen, dass es bei diesem Delikt ein groĂes Dunkelfeld gibt. Die Drogenerkennung im StraĂenverkehr wird weiter ein TĂ€tigkeitsschwerpunkt in der VerkehrsĂŒberwachung sein."
WildunfÀlle
Im Jahr 2024 registriert die Polizei 1371 (1478) WildunfÀlle. Hierbei wurden ein Mensch schwer und neun Menschen leicht verletzt.
Betrachtung der Risikogruppen
Junge Fahrerinnen und Fahrer im Alter von 18-24 Jahren waren im Jahr 2024 an 1041 (1099) UnfĂ€llen beteiligt. In 820 (850) FĂ€llen waren sie auch die Unfallverursachenden. Knapp 80 % der UnfĂ€lle, an denen sie beteiligt sind, werden also von den FahranfĂ€ngerinnen und FahranfĂ€ngern selber verursacht, Sie haben aber nur rund 7 % Anteil an der Gesamtbevölkerung. PrĂ€ventionsmaĂnahmen wie das Fahrschul- und das Schutzengelprojekt oder auch RadfahrprĂŒfungen an den Schulen werden auch weiterhin von der Polizei unterstĂŒtzt, um die Risikogruppe möglichst umfassend zu sensibilisieren.
Menschen ab 65 Jahren waren an 1581 (1434) UnfÀllen beteiligt. Das entspricht einem Anteil von rund 22,5 % an der Gesamtunfallzahl. Bei knapp 81% (78%) dieser UnfÀlle waren sie auch Hauptverursachende.
Menschen ĂŒber 75 Jahren waren an insgesamt 841 (740) UnfĂ€llen beteiligt. In 712 (602) FĂ€llen, das sind fast 85% (81%), wurden sie auch als die verursachenden Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer erfasst.
Betrachtung nach Art der Verkehrsbeteiligung
Im Jahr 2024 wurden im Landkreis Harburg bei 284 (282) UnfÀllen 303 (318) Radfahrerinnen und Radfahrer als Beteiligte polizeilich erfasst. Eine Radfahrerin ist nach einem Unfall gestorben. Bei 24 (34) UnfÀllen wurden Radfahrerinnen und Radfahrer schwer verletzt. Bei 194 (180) UnfÀllen erlitten sie leichte Verletzungen.
PolizeiprÀsident Thomas Ring:
"Insbesondere Fahrradfahrende sind gegenĂŒber Autofahrenden im Falle eines Unfalls schlechter geschĂŒtzt. Daher meine eindringliche Bitte: Tragen Sie einen Helm! Denn er kann die bei einem groĂen Teil der VerkehrsunfĂ€lle todesursĂ€chlichen SchĂ€del-Hirn-Traumata möglicherweise verhindern. Auch die bestehenden PrĂ€ventionskampagnen der Polizeidirektion LĂŒneburg greifen diese Thematik auf, werden zukĂŒnftig fortentwickelt und verstĂ€rkt."
Mit einem Motorrad (Hubraum > 125 cm³) waren im Jahr 2024 insgesamt 83 (79) Personen an UnfÀllen beteiligt. Ein Mann kam dabei ums Leben, 12 (18) Menschen wurden schwer und 40 (31) leicht verletzt.
Die Zahl der VerkehrsunfÀlle unter Beteiligung von E-Scootern stieg im Jahr 2024 auf 44 (21). In 25 (8) FÀllen wurden deren Fahrerinnen oder Fahrer als Verursachende erfasst. 17 (16) wurden leicht verletzt.
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