Bundespolizeidirektion, MĂŒnchen

Bundespolizeidirektion MĂŒnchen: Bundespolizei identifiziert untergetauchten Verbrecher bei Grenzkontrollen / Europaweit gesuchter RumĂ€ne muss noch ĂŒber neun Jahre lang ins GefĂ€ngnis

18.03.2024 - 12:36:56

Kiefersfelden (A93) / Rosenheim - Am Sonntag (17. MĂ€rz) hat die Rosenheimer Bundespolizei einen RumĂ€nen auf richterliche Anordnung hin in MĂŒnchen ins GefĂ€ngnis gebracht. Offenbar hatte der Mann mithilfe eines gefĂ€lschten Ausweises versucht, ĂŒber seine wahre IdentitĂ€t hinwegzutĂ€uschen, um einer noch zu verbĂŒĂŸenden Freiheitsstrafe von neun Jahren und knapp vier Monaten zu entgehen. Die rumĂ€nische Justiz suchte den wegen schweren Raubes verurteilten 41-JĂ€hrigen, der sich seit 2022 dem Strafvollzug entzogen hatte, mit einem EuropĂ€ischen Haftbefehl. Bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn (A93) konnte der untergetauchte Mann in einem in Italien zugelassenen Reisebus gefasst werden.

Wie sich bei der ÜberprĂŒfung der Papiere der Businsassen nahe Kiefersfelden herausstellte, war eine rumĂ€nische IdentitĂ€tskarte eine "glatte FĂ€lschung". Der Fahrgast, der den falschen Ausweis ausgehĂ€ndigt hatte, musste den Bus verlassen. Mithilfe seiner FingerabdrĂŒcke gelang es den Bundespolizisten, seine echten Personalien aufzudecken. Laut Haftbefehl war der europaweit gesuchte Mann in RumĂ€nien wegen schweren Raubes zu einer Haftstrafe von rund elf Jahren und drei Monaten verurteilt worden. 2022 kehrte der Verurteilte von einer ihm gestatteten kurzzeitigen Haftunterbrechung nicht in den Strafvollzug zurĂŒck und blieb verschwunden. Er dĂŒrfte in der Zwischenzeit untergetaucht sein und sich mit dem falschen Ausweis wohl eine neue IdentitĂ€t aufgebaut haben.

Die Grenzkontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze wurden dem RumĂ€nen allerdings zum VerhĂ€ngnis. Die Bundespolizisten ließen sich von der FĂ€lschung nicht irreleiten. Nachdem die Generalstaatsanwaltschaft in MĂŒnchen verstĂ€ndigt worden war, fĂŒhrten die Beamten den Verhafteten beim Amtsgericht Rosenheim vor. Im Anschluss wurde er in die Justizvollzugsanstalt MĂŒnchen-Stadelheim eingeliefert. Dort wartet er auf seine Auslieferung an die Behörden in RumĂ€nien. DarĂŒber hinaus muss er in Deutschland mit einem Strafverfahren wegen UrkundenfĂ€lschung rechnen.

RĂŒckfragen bitte an:

Dr. Rainer Scharf

Bundespolizeiinspektion Rosenheim | Pressestelle
Burgfriedstraße 34 | 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 8026-2200
Fax: 08031 8026-2099
E-Mail: [email protected]
E-Mail: [email protected]
Internet: www.bundespolizei.de | X: bpol_by

Der bahn- und grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich der
Bundespolizeiinspektion Rosenheim, der das Bundespolizeirevier
Garmisch-Partenkirchen zugeordnet ist, erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die rund 450
Inspektionsangehörigen gehen zwischen Chiemsee und Zugspitze
besonders gegen die grenzĂŒberschreitende KriminalitĂ€t vor. In einem
etwa 200 Kilometer langen Abschnitt des deutsch-österreichischen
Grenzgebiets wirken sie vor allem dem Einschleusen von AuslÀndern
sowie der ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt
die Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern
und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten fĂŒr die Sicherheit von
Bahnreisenden und Bahnanlagen. Weitere Informationen erhalten Sie
ĂŒber oben genannte Kontaktadresse oder unter www.bundespolizei.de
sowie unter www.x.com/bpol_by .

Original-Content von: Bundespolizeidirektion MĂŒnchen ĂŒbermittelt durch news aktuell

http://ots.de/578d53

@ presseportal.de