Bundespolizeidirektion, MĂŒnchen

Bundespolizeidirektion MĂŒnchen: Gesuchter RĂ€uber bei Grenzkontrollen gefasst / Bundespolizei entlarvt gefĂ€lschte Papiere und bringt mutmaßlichen UrkundenfĂ€lscher hinter Gitter

28.10.2024 - 13:23:33

Kiefersfelden (A93) / Rosenheim - Die Bundespolizei hat am Wochenende (26./27. Oktober) bei Grenzkontrollen an der A93 nahe Kiefersfelden mehrere MĂ€nner gefasst, die mit gefĂ€lschten Papieren in die Bundesrepublik einreisen wollten. Einer von ihnen musste nach seiner Festnahme ins GefĂ€ngnis - fĂŒr die Dauer von rund drei Jahren und vier Monaten.

Ein polnischer Staatsangehöriger, der in einem in Polen zugelassenen Pkw als Beifahrer unterwegs war, gab den Bundespolizisten gegenĂŒber an, dass er gerade keinen Ausweis dabeihabe. Bereitwillig machte er Angaben zu seinen Personalien. Die Beamten durchsuchten seinen Rucksack und fanden einen deutschen Reisepass. Ihnen entging nicht, dass in dem Pass VerĂ€nderungen vorgenommen worden waren. Bei der Durchsuchung seines Geldbeutels stießen sie schließlich auf einen echten polnischen Ausweis. Dabei stellte sich heraus, dass die von ihm zuvor angegebenen Personalien falsch waren. FĂŒr die falschen Angaben hatte er wohl seine GrĂŒnde: Wie ihm bekannt gewesen sein dĂŒrfte, wurde er mit einem Haftbefehl gesucht. Demnach war der Pole im MĂ€rz dieses Jahres vom Landgericht Leipzig wegen schweren Raubs zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und elf Monaten verurteilt worden. Da er sich bereits etwa 200 Tage in Untersuchungshaft hinter Gittern befunden hatte, muss er noch rund drei Jahre und vier Monate "absitzen". Der 32-JĂ€hrige wurde wegen der falschen Namensangabe und des Verschaffens falscher amtlicher Ausweise angezeigt und im Anschluss in die Justizvollzugsanstalt Bernau eingeliefert.

Ein moldauischer Businsasse konnte sich in der Kontrollstelle an der Inntalautobahn mit einem gĂŒltigen Reisepass ausweisen. Bei der grenzpolizeilichen Befragung gab er an, fĂŒr eine italienische Firma in Deutschland zu arbeiten. Er konnte sogar einen Arbeitsvertrag vorweisen, allerdings hatte er offenbar ĂŒberhaupt keine Ahnung, wo in der Bundesrepublik sich seine ArbeitsstĂ€tte befĂ€nde und wohin er reisen sollte. Bei der Durchsuchung seiner mitgefĂŒhrten Sachen fanden die Bundespolizisten in einer HandyhĂŒlle eine rumĂ€nische IdentitĂ€tskarte. Schnell war klar, dass es sich bei diesem Ausweis um eine FĂ€lschung handelt. Der 32-JĂ€hrige wurde vorlĂ€ufig festgenommen und wegen Verschaffens falscher amtlicher Ausweise angezeigt. Als Sicherheit das anstehende Strafverfahren musste er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft 900 Euro hinterlegen. Anschließend wurde er von der Rosenheimer Bundespolizei nach Österreich zurĂŒckgewiesen.

Mit einer gĂŒltigen slowakischen IdentitĂ€tskarte wies sich ein 30-jĂ€hriger Pkw-Fahrer aus. Als die Beamten sich nach seinem FĂŒhrerschein erkundigten, war er lediglich in der Lage, die Ablichtung einer ukrainischen Fahrerlaubnis vorzuzeigen. Wenig spĂ€ter musste er eingestehen, dieses Dokument in der Ukraine gekauft zu haben. Somit nahmen ihn die Bundespolizisten wegen des Verdachts der UrkundenfĂ€lschung und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis fest. Der Slowake wurde fĂŒr die weiterfĂŒhrenden Ermittlungen der zustĂ€ndigen Bayerischen Landespolizei ĂŒberstellt.

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Dr. Rainer Scharf

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