Bundespolizeidirektion, MĂŒnchen

Bundespolizeidirektion MĂŒnchen: In mehreren LĂ€ndern als Asylbewerber registriert / Bundespolizei bringt zwei Migranten in Haft

17.05.2024 - 12:49:56

Lindau/FĂŒssen - In den vergangenen Tagen (14./16. Mai) hat die Bundespolizei einen nigerianischen und einen syrischen Migranten in ZurĂŒckweisungshaft eingeliefert. Die beiden MĂ€nner hatten bereits in mehreren europĂ€ischen LĂ€ndern AsylantrĂ€ge gestellt. Der Syrer hatte bei seiner unerlaubten Einreise Hilfe von einer slowenischen Fahrzeuglenkerin. Die Frau besaß allerdings keine Fahrerlaubnis mehr.

Am Mittwochabend (15. Mai) kontrollierte eine Streife der Lindauer Bundespolizei am Bahnhof Lindau-Reutin einen nigerianischen Zugfahrgast eines EuroCity-Zuges aus ZĂŒrich. Der 29-JĂ€hrige konnte den Beamten lediglich eine Kopie seines nigerianischen Reisepasses vorzeigen. Angeblich hatte er die Dokumente in seiner Wohnung in Bremerhaven vergessen. Die Bundespolizisten ermittelten, dass der Mann bereits seit 2018 in Deutschland, Belgien, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz AsylantrĂ€ge gestellt hatte. In Deutschland war das Asylverfahren des Nigerianers bereits negativ beschieden worden. Seither wird der Polizeibekannte als geduldeter AuslĂ€nder gefĂŒhrt. Die Beamten fanden bei dem Mann unter anderem einen schweizerischen Ausgangsschein sowie eine Sicherstellungsbescheinigung seines Reisepasses der niederlĂ€ndischen Polizei. Die Bundespolizisten zeigten den Migranten wegen versuchter unerlaubter Einreise an. Die Beamten fĂŒhrten den Beschuldigten am Donnerstagnachmittag beim Amtsgericht Lindau vor und lieferten ihn am Abend in ZurĂŒckweisungshaft in die Abschiebehafteinrichtung Hof ein.

Bereits in der Nacht auf Montag (13. Mai) hatten Kemptener Bundespolizisten am Grenztunnel FĂŒssen (BAB 7) einen Kleinwagen mit slowenischer Zulassung gestoppt. Die Fahrerin zeigte den Beamten ihren slowenischen FĂŒhrerschein sowie ein Handyfoto ihres Reisepasses vor. Der syrische Beifahrer war lediglich im Besitz seines internationalen syrischen FĂŒhrerscheins und eines abgelaufenen italienischen Aufenthaltstitels. Die Polizisten ermittelten, dass der 41-JĂ€hrige seit 2019 bereits in Slowenien und Italien AsylantrĂ€ge gestellt hatte. Außerdem hatte der Mann in der Schweiz gelebt und dort nachweislich zwischen 2014 und 2016 einen Sprachkurs besucht. Eigenen Angaben zufolge hĂ€lt sich der Syrer bereits seit 2012 in Europa auf. Mit der Slowenin sei er nach islamischem Recht verheiratet. Die Bundespolizisten fanden außerdem heraus, dass der FĂŒhrerschein der Fahrerin von den slowenischen Behörden widerrufen worden und damit ungĂŒltig war. Die 52-JĂ€hrige muss sich nun wegen Beihilfe zur versuchten unerlaubten Einreise sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten. Die Frau wurde spĂ€ter auf freien Fuß entlassen. Der Syrer erhielt eine Anzeige wegen versuchter unerlaubter Einreise. Die Beamten fĂŒhrten den Migranten am Dienstagvormittag beim Amtsgericht Kempten vor. Die Ermittlungsrichterin ordnete die Haft zur Sicherung der ZurĂŒckweisung an. Anschließend brachten die Bundespolizisten den Migranten in die Transit- und Abschiebehafteinrichtung am MĂŒnchener Flughafen.

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