Bundespolizeidirektion MĂŒnchen: Wahre IdentitĂ€t verschleiert / Bundespolizei bringt Migranten in Abschiebehafteinrichtung
09.04.2024 - 12:52:58In der Nacht auf Freitag kontrollierte eine Streife der Bundespolizei einen afghanischen Staatsangehörigen im Lindauer Inselbahnhof. Der 24-JĂ€hrige konnte sich nicht ausweisen, sondern fĂŒhrte lediglich ein Schreiben der österreichischen AuslĂ€nderbehörden, eine Ausreiseaufforderung, bei sich.
Bei der anschlieĂenden Befragung im Bundespolizeirevier gab der Mann gegenĂŒber den Polizisten seinen Namen an. Die Beamten fanden jedoch heraus, dass der Migrant in Deutschland unter abweichenden Personaldaten registriert war. Diese habe er absichtlich angegeben, um seine wahre IdentitĂ€t zu verschleiern. Insgesamt fanden die Polizisten sechs unterschiedliche Namen im Polizeicomputer. In Ăsterreich war der Afghane wiederum unter anderen Daten bekannt.
Die Beamten ermittelten, dass der Migrant bereits in Ungarn, Frankreich und Ăsterreich AsylantrĂ€ge gestellt hatte. In Deutschland war der 24-JĂ€hrige im Jahr 2020 bereits aufgrund seines hiesigen unerlaubten Aufenthaltes registriert worden. Von den französischen Behörden war der Afghane bereits mit einem Einreise- und Aufenthaltsverbot belegt worden. Dort war er bereits wegen Gewalt-, Körperverletzungs- und Diebstahlsdelikten polizeibekannt.
Der Afghane erhielt Anzeigen wegen unerlaubter Einreise sowie unerlaubten Aufenthaltes und wurde mit einem zweijĂ€hrigen Wiedereinreiseverbot fĂŒr die Bundesrepublik belegt. Die Bundespolizisten fĂŒhrten den Migranten beim Amtsgericht Lindau vor und lieferten ihn am Abend in die Abschiebehafteinrichtung EichstĂ€tt ein. Von dort aus soll er in den fĂŒr sein Asylverfahren zustĂ€ndigen Staat Ăsterreich zurĂŒckgeschoben werden.
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