Bundespolizeidirektion, MĂŒnchen

Bundespolizeidirektion MĂŒnchen: Wiederholt S-Bahn-Surfer gefasst Bundespolizei warnt nach drei FĂ€llen im MĂ€rz

24.03.2025 - 10:32:22

MĂŒnchen, Ebersberg, FĂŒrstenfeldbruck - Am Sonntagabend (23. MĂ€rz) wurden drei Jugendliche bemerkt, die sich am Bahnhof Trudering im FĂŒhrerstand einer aus Ebersberg verkehrenden S-Bahn befanden. Ermittlungen ergaben, dass mindestens einer von ihnen außen an der S-Bahn "surfte". Bei der Fahrt kam es auch zur Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie rassistischen Beleidigungen.

Erst am Sonntag zuvor (16. MĂ€rz) war ein anderer Jugendlicher im Landkreis FĂŒrstenfeldbruck auf einer S-Bahn gesurft. Er wird mit Graffiti-Straftaten in Verbindung gebracht. Bereits am 3. MĂ€rz "surften" drei jungen MĂ€nner im Landkreis Erding auf einer S-Bahn

* Gegen 20:45 Uhr bemerkte ein TriebfahrzeugfĂŒhrer am 23. MĂ€rz in einer entgegenkommenden, aus Ebersberg verkehrenden S6 am Bahnhof Trudering drei Jugendliche, die sich im FĂŒhrerstand aufhielten. Ermittlungen der alarmierten Bundespolizei ergaben, dass sich mindestens einer der drei bei fahrender S-Bahn mindestens einmal außerhalb des FĂŒhrerstandes aufhielt. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass die Jugendlichen im Alter von 13 und zweimal 15 Jahren (alle Deutsche) im FĂŒhrerstand "TĂŒr-beschĂ€digt-Aufkleber" zu Hakenkreuzen zerschnitten und in zweifacher Ausfertigung im FĂŒhrerstand anklebten. Bei der Durchsicht der Mobiltelefone konnte eine Videosequenz vom gleichen Tag entdeckte werden, die zeigt, wie ein 15-JĂ€hriger aus der S-Bahn heraus eine rassistische Beleidigung zu einem dunkelhĂ€utigen Reisenden am Bahnsteig des Bahnhofes Starnberg zurief. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen und Volksverhetzung sowie wegen des unberechtigten Aufenthalts im FĂŒhrerstand mit Hausfriedensbruch sowie des S-Bahn-Surfens aufgenommen. Wie und wo sie in den FĂŒhrerstand gelangten ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Drei aus Neufahrn, Trudering und Sendling wurden den Erziehungsberechtigten zugefĂŒhrt. Der 15-JĂ€hrige mit der rassistischen Beleidigung war polizeilich bereits wegen des Verdachts von Rechtsextremismus in Erscheinung getreten.

** Bereits am Sonntagabend (16. MĂ€rz) war ein 15-jĂ€hriger Deutscher aufgefallen, der zwischen Olching und Gröbenzell, Landkreis FĂŒrstenfeldbruck, aus dem Fenster eines FĂŒhrerstandes einer mit rund 100 - 120 Km/h schnell fahrenden S-Bahn (S4) geklettert war und mit gesamten Oberkörper aus dem FĂŒhrerstand herausragte. Dabei filmte sich der Jugendliche aus Neubiberg - wie die spĂ€tere Auswertung seines Smartphones ergab - mit einer auf dem Kopf angebrachten GoPro-Kamera. Aufgefallen war der Jugendliche, als sich ein DB-Mitarbeiter in den FĂŒhrerstand begab in dem sich der 15-JĂ€hrige befand. Bei dem Jugendlichen wurden diverse Werkzeuge sowie ein sogenannter DB-VierkantschlĂŒssel aufgefunden. In einem mitgefĂŒhrten Rucksack fanden Bundespolizisten zudem u.a. Spraydosen und Handschuhe. An der gesamten Bekleidung befanden sich zudem Farbanhaftungen, der mitgefĂŒhrten Farbdosen, die auf vorherige Verwendung hinwiesen. Der 15-JĂ€hrige, der bereits 2024 polizeilich mit Graffiti-Straftaten in Zusammenhang gebracht worden war, hatte auf seinem Handy 50 bis 60 Videos, die ihn ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum beim sogenannten "S-Bahn-Surfen" zeigen. Die Ermittlungen der Bundespolizei konzentrieren sich nun u.a. darauf, ob der Jugendliche Aufnahmen davon ins Netz gestellt und/oder auf Sozial Media KanĂ€len veröffentlichte. Gegen den Neubiberger wird nun wegen möglicher Graffitistraftaten ermittelt sowie wegen des unberechtigten Aufenthalts im FĂŒhrerstand mit Hausfriedensbruch und des S-Bahn-Surfens. Er wurde den Erziehungsberechtigen zugefĂŒhrt. Erst am Sonntag, 2. MĂ€rz, waren drei Jugendliche im Alter von 17 bis 21 Jahren auf einer S-Bahn-Kupplung von Altenerding nach Erding gesurft (siehe Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion MĂŒnchen vom 3. MĂ€rz).

*** Die Bundespolizei warnt eindringlich vor dem lebensgefĂ€hrlichen Zug- bzw. S-Bahn-Surfen! Egal, ob Mitfahren auf Puffern oder Hinauslehnen aus geöffneten TĂŒren oder Fenstern, die entstehenden Gefahren sind unbeherrschbar, wie mehrere UnglĂŒcksfĂ€lle aus der Vergangenheit zeigen. Immer wieder kommen "Surfer" mit Stromleitungen, Bahnmasten oder Gegenverkehr in Kontakt, stĂŒrzen auf Gleisbereiche oder werden, verletzt liegen bleibend, ĂŒberrollt.

**** Erst am 23. MĂ€rz 2021 erlitt ein 28-JĂ€hriger aus Berlin-Wilmersdorf schwerste Verletzungen. Er surfte bei Freising gegen 1 Uhr auf dem Dach einer S-Bahn und geriet in einen Spannungsbogen einer mit 15.000 VoltfĂŒhrenden Bahnoberleitung. Daraufhin stĂŒrzte er ungeschĂŒtzt zu Boden und kam im Gleisbereich zum Liegen.

***** Das anhÀngende Symbolbild kann zu redaktionellen Zwecken mit dem Zusatz "Bundespolizei" im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.

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Wolfgang Hauner
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Die Bundespolizeiinspektion MĂŒnchen ist zustĂ€ndig fĂŒr die
polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der
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gehören drei der vier grĂ¶ĂŸten bayerischen Bahnhöfe. Er umfasst neben
der Landeshauptstadt und dem Landkreis MĂŒnchen die benachbarten
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Dienstsitz fĂŒr die nichtoperativen Bereiche mit dem Ermittlungsdienst
befindet sich in der Denisstraße 1, rund 700m fußlĂ€ufig vom
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