Bundespolizeidirektion MĂŒnchen: Zahlreiche EinsĂ€tze im bahnpolizeilichen Bereich
11.01.2026 - 10:12:45* Ismaning, Missbrauch von Nothilfeeinrichtungen: Am S-Bahnhaltepunkt Ismaning betĂ€tigte ein 16-jĂ€hriger Ukrainer kurz nach Mitternacht (9. Januar) Nothilfeeinrichtungen. Als eintreffende Beamte der Landespolizei ihn festhielten, leiste er heftig Widerstand, der nur unter Einsatz des ReizstoffsprĂŒhgerĂ€tes gebrochen werden konnte. Ermittlungen der Bundespolizei ergaben, dass der Ukrainer zuvor einen Feuerlöscher im Bahnhof entnommen und Löschschaum am Bahnsteig versprĂŒhte. Zudem hatte er grundlos einen Handfeuermelder am Bahnsteig betĂ€tigt, der einen Feuerwehreinsatz auslöste. Da er bei den anschlieĂenden polizeilichen MaĂnahmen psychisch auffĂ€llig war, wurde er, der zurĂŒckliegend mit SachbeschĂ€digungen polizeilich in Erscheinung getreten war, durch die Landespolizei psychologischer Betreuung zugefĂŒhrt. Die Bundespolizei leitete Ermittlungen wegen Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen ein.
** Leuchtenbergring, GefĂ€hrlicher Eingriff in den Bahnverkehr: Gegen 09:00 Uhr (9. Januar) befand sich ein 42-jĂ€hriger Syrer - aus unbekannten GrĂŒnden, jedoch ohne Suizidabsichten - am S-Bahnhaltepunkt Leuchtenbergring im Gleisbereich. Ein TriebfahrzeugfĂŒhrer einer S-Bahn (S8) musste eine Schnellbremsung einleiten, um eine Kollision zu vermeiden. AnschlieĂend nahm er den Syrer in den FĂŒhrerstand auf und fuhr mit ihm zum MĂŒnchner Ostbahnhof, wo ihn eine Streife der Bundespolizei ĂŒbernahm. Auch in der S-Bahn, in der sich 300 bis 400 Reisende befanden, wurde niemand verletzt. Die Bundespolizei ermittelt gegen den 42-JĂ€hrigen wegen eines gefĂ€hrlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
*** Karlsplatz (Stachus), Körperliche Auseinandersetzung: Am S-Bahnhaltepunkt Karlsplatz (Stachus) gerieten gegen 19 Uhr (9. Januar) vier MĂ€nner in eine körperliche Auseinandersetzung. Ein 33-jĂ€hriger Ukrainer befand sich mit mehreren Personen gegen 19 Uhr im Zwischengeschoss am Karlsplatz. Als ein 52-jĂ€hriger deutscher-Reiniger der Deutschen Bahn die Personen aufforderte zu gehen, zeigte ihm der Ukrainer zunĂ€chst den Mittelfinger, griff in dann unvermittelt körperlich an. Der Reiniger wehrte sich mit FaustschlĂ€gen, worauf zwei unbekannte MĂ€nner dazwischengingen. Der Ukrainer ergriff daraufhin zunĂ€chst den Besen des Reinigers, dann dessen Schaufel und versuchte auf den 52-JĂ€hrigen loszugehen. Als beide zu Boden gingen mischte sich abermals einer der beiden Unbekannten ein und bewarf den 33-JĂ€hrigen mit einer Plastikflasche. Der andere Unbekannte nĂ€herte sich anschlieĂend den beiden am Boden rangelnden und trat dem Ukrainer mit dem FuĂ gegen den Kopf. Beide unbekannten MĂ€nner flĂŒchteten anschlieĂend unerkannt.
WĂ€hrend der mit 1,44 Promille alkoholisierte Ukrainer offensichtlich lediglich einen Kratzer auf der Nase davontrug, hatte der DB-Reiniger eine SchĂŒrfwunde an der SchlĂ€fe und an der Hand sowie Prellung und HĂ€matome am Knie. Der Ukrainer, der bereits mehrfach polizeilich mit Gewalt- und Eigentumsdelikten in Erscheinung trat, wird - nach RĂŒcksprache mit der Staatsanwaltschaft MĂŒnchen I - wegen gefĂ€hrlicher Körperverletzung dem Haftrichter vorgefĂŒhrt. Gegen die drei anderen Beteiligten wurden von der Bundespolizei strafrechtliche Ermittlungen wegen wechselseitiger Körperverletzung eingeleitet.
**** Rangierbahnhof Nord, Besonders schwerer Fall des Diebstahls und SachbeschĂ€digung: Am Samstagnachmittag (10. Januar) meldete ein Mitarbeiter der Firma Lokomotion gegen 15:15 Uhr mehrere, an auf GĂŒterwagen stehenden LKW-Aufliegern aufgeschlitzte Planen. Der GĂŒterzug kam aus Neuss und war auf dem Weg Richtung Italien. Ermittlungen ergaben, dass insgesamt drei Planen mit einem scharfkantigen Gegenstand aufgeschlitzt worden waren. De Weiteren entfernten sie an zwei GĂŒterwaggons Plomben und öffneten die TĂŒren. Nach dem Eindringen ins Innere öffneten sie gewaltsam Kartonagen verpackter Waren, nahmen deren Inhalt in Augenschein. Allerdings erweckten lediglich geladene Kabelrollen (Gesamtgewicht 3,3 t) das Interesse des oder der TĂ€ter. Hier wurden einige StĂŒcke Kabel abgeschnitten, deren Ummantelung entfernt und das freigelegte Kupfer entwendet. Allem Anschein nach war dieses Vorgehen aber zu aufwĂ€ndig, so dass lediglich ein geringer Stehlschaden in Höhe von ca. 500 bis 700 Euro entstand.
Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen eines besonders schweren Fall des Diebstahls und SachbeschĂ€digung eingeleitet. Aufgrund der Spurenlage war der Feststellort aber nicht der Tatort, weshalb nun Unterwegshalte des GĂŒterzuges in den Fokus geraten. Der modus oparandi reiht sich in eine Serie Ă€hnlich gelagerter bundesweiter FĂ€lle in der jĂŒngeren Vergangenheit ein. Hierbei gehen die TĂ€ter immer wieder GĂŒterzĂŒge, vorrangig besetzt mit Lkw-Planenaufliegern an, machen sich ein Bild von den transportierten Waren und entwenden entsprechende GĂŒter, die fĂŒr sie von Interesse sind.
Das anhÀngende Symbolbild kann zu redaktionellen Zwecken mit dem Zusatz "Bundespolizei" im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.
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