Bundespolizeidirektion, MĂŒnchen

Bundespolizeidirektion MĂŒnchen: Zwei Auslieferungshaftbefehle und zwei gefĂ€lschte Dokumente im GepĂ€ck Bundespolizei bringt gesuchten StraftĂ€ter in Haft

12.02.2024 - 15:26:49

Lindau/Kempten - Am Montag (12. Februar) hat die Bundespolizei einen europaweit per Haftbefehl gesuchten RumĂ€nen hinter Gitter gebracht. Der Fernbusreisende war am Vortag am GrenzĂŒbergang Hörbranz (BAB 96) mit gefĂ€lschten Dokumenten ertappt worden. In Österreich und Deutschland war der Mann bereits polizeibekannt.

Eine Streife der Lindauer Bundespolizei kontrollierte Sonntagmorgen die Insassen eines Fernreisebusses mit dem Routing Rom-Frankfurt am Main. Ein rumĂ€nischer Fahrgast wies sich gegenĂŒber den Bundespolizisten mit seiner gĂŒltigen rumĂ€nischen IdentitĂ€tskarte aus. Bei der ÜberprĂŒfung stellten die Beamten jedoch fest, dass der Ausweis gefĂ€lscht war. Weiterhin lag unter abweichenden Personalien eine Fahndungsnotierung zur Aufenthaltsermittlung vor. Das Amtsgericht Koblenz war seit vier Monaten wegen Diebstahls auf der Suche nach dem Mann. Bei der spĂ€teren Durchsuchung des ReisegepĂ€cks fanden die Polizisten noch einen rumĂ€nischen FĂŒhrerschein, den sie ebenfalls als FĂ€lschung entlarvten.

Durch die ÜberprĂŒfung der FingerabdrĂŒcke stellten die Beamten außerdem fest, dass gegen den 39-jĂ€hrigen Busreisenden zwei Haftbefehle der rumĂ€nischen Behörden zum Zweck der Auslieferung vorlagen. Den Gesuchten erwartet in seinem Heimatland aufgrund von Eigentums- und Straßenverkehrsdelikten eine ĂŒber vierjĂ€hrige Haftstrafe. Der StraftĂ€ter hatte 2019 unter anderem mehrere Smartphones aus der Vitrine eines GeschĂ€ftes entwendet. Außerdem war er beim Autofahren ohne Fahrerlaubnis ertappt worden und hatte anschließend eine Blutprobenentnahme zur Bestimmung einer möglichen Alkohol- oder Drogenkonzentration verweigert.

Die Bundespolizisten recherchierten zudem, dass der RumÀne seit 2019 in KÀrnten wegen BetÀubungsmittel- und Urkundendelikten sowie Diebstahls straffÀllig geworden war und bereits in Haft gesessen hatte.

Die Bundespolizisten stellten die unechten Dokumente sicher und zeigten den Busreisenden wegen UrkundenfĂ€lschung und Verschaffens von falschen amtlichen Ausweisen an. Nach RĂŒcksprache mit der Staatsanwaltschaft Kempten musste der Beschuldigte eine Sicherheitsleistung in Höhe von 3.000 Euro hinterlegen. Am Montag fĂŒhrten die Beamten den 39-JĂ€hrigen beim Amtsgericht Kempten vor und lieferten ihn anschließend in Auslieferungshaft in die Justizvollzugsanstalt Kempten ein. Die Bundespolizei informierte zudem die fĂŒr eine mögliche Aberkennung des EU-FreizĂŒgigkeitsrechts zustĂ€ndige AuslĂ€nderbehörde ĂŒber den Sachverhalt.

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Sabine Dittmann
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