Bundesweite Razzia bei Letzter Generation
24.05.2023 - 08:17:09Es habe Durchsuchungen von 15 Objekten in sieben BundeslĂ€ndern gegeben, teilte das bayerische Landeskriminalamt mit. Gleichzeitig seien zwei KontobeschlagnahmebeschlĂŒsse und ein Vermögensarrest zur Sicherung von Vermögenswerten vollstreckt worden.
Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren der Generalstaatsanwaltschaft MĂŒnchen gegen insgesamt sieben Beschuldigte im Alter von 22 bis 38 Jahren wegen des Tatvorwurfes der Bildung bzw. UnterstĂŒtzung einer kriminellen Vereinigung. Den Beschuldigten werde zur Last gelegt, eine Spendenkampagne zur Finanzierung "weiterer Straftaten" fĂŒr die "Letzte Generation" organisiert, diese ĂŒber deren Homepage beworben und dadurch bisher einen Betrag von mindestens 1,4 Millionen Euro an Spendengeldern eingesammelt zu haben, so die Ermittler. Dieses Geld sei nach den bisherigen Erkenntnissen ĂŒberwiegend auch fĂŒr die Begehung "weiterer Straftaten" der Vereinigung eingesetzt worden. Zwei Beschuldigte sollen zudem im Verdacht stehen, im April 2022 versucht zu haben, die Ăl-Pipeline Triest-Ingolstadt zu "sabotieren". Ziel der Durchsuchungen sei das Auffinden von Beweismitteln zur Mitgliederstruktur der "Letzten Generation", die weitere AufklĂ€rung ihrer Finanzierung sowie die Beschlagnahme von Vermögenswerten gewesen, so das LKA. Festnahmen seien zunĂ€chst nicht erfolgt. Bei den 15 durchsuchten Objekten handelt es sich um vier in Berlin, jeweils drei in Hessen und Bayern, zwei in Sachsen sowie jeweils ein Objekt in Hamburg, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


