Schwarzarbeit, KriminalitÀt

HZA-DO: Erfolgreicher Schlag gegen BandenkriminalitÀt / Staatsanwaltschaft, Zoll und Polizei gemeinsam mit dem Landesamt zur BekÀmpfung der FinanzkriminalitÀt im Einsatz

11.12.2025 - 06:20:00

Dortmund - Am 10.12.2025 hat die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Bochum, die seit Mai 2022 zentral fĂŒr sĂ€mtliche Verfahren der organisierten KriminalitĂ€t in Nordrhein-Westfalen zustĂ€ndig ist, in denen der Verdacht des Leistungsmissbrauchs besteht, zeitgleich EinsĂ€tze in zwei umfangreichen Ermittlungsverfahren durchgefĂŒhrt. Die Verbindung zwischen den Verfahren besteht ĂŒber die PersonenidentitĂ€t eines der Beschuldigten.

Ein Einsatz in Zusammenarbeit mit dem Hauptzollamt Dortmund und des Landesamtes zur BekĂ€mpfung der FinanzkriminalitĂ€t (LBF NRW) mit UnterstĂŒtzung der Bundespolizei betrifft mehrere Beschuldigte, die verdĂ€chtig sind an diverseren Orten, hauptsĂ€chlich im Ruhrgebiet, im bandenmĂ€ĂŸigen Zusammenwirken falsche WohnungsgeberbestĂ€tigungen und ScheinarbeitsvertrĂ€ge verĂ€ußert zu haben, um deren Abnehmer so den unrechtmĂ€ĂŸigen Bezug von Sozialleistungen (SGB II, sog. BĂŒrgergeld, Kindergeld etc.) zu ermöglichen. Zudem sind sie verdĂ€chtig, durch eine von ihnen gefĂŒhrte GmbH umfangreiche Renovierungsarbeiten an ihren Immobilien durchgefĂŒhrt zu haben, ohne die entsprechenden Arbeitnehmer zur Sozialversicherung zu melden oder die fĂ€lligen BeitrĂ€ge zur SOKA-Bau Sozialkasse fĂŒr das Baugewerbe abzufĂŒhren.

Insgesamt sind die Beschuldigten nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen verdÀchtig, Sozialleistungen in Höhe von rund 175.000 EUR, sowie SozialversicherungsbeitrÀge in Höhe von rund 293.000 EUR veruntreut und hinterzogen zu haben.

Der zweite Einsatz in Zusammenarbeit mit dem Landesamt zur BekĂ€mpfung der LBF NRW mit UnterstĂŒtzung der Polizei Dortmund und des LKA 3 Berlin betrifft Beschuldigte, die verdĂ€chtig sind, im bandenmĂ€ĂŸigen Zusammenwirken ein umfangreiches sogenanntes "Umsatzsteuerkarussell" etabliert zu haben, um so Umsatzsteuern in großem Ausmaß zu verkĂŒrzen.

Insgesamt sind die Beschuldigten verdÀchtig einen Steuerschaden in Höhe von rund 1,8 Millionen EUR hervorgerufen zu haben.

Insgesamt waren acht StaatsanwÀltinnen und StaatsanwÀlte, 76 EinsatzkrÀfte des LBF, EinsatzkrÀfte der Polizei Dortmund und des LKA 3 Berlin, 223 KrÀfte des Hauptzollamtes Dortmund sowie KrÀfte der Bundespolizei im Einsatz.

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