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Emsland / Grafschaft Bentheim - Sicherheit im Fokus: Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim stellt Kriminal- und Verkehrsunfallstatistik 2024 vor

10.04.2025 - 12:41:31

Emsland/Grafschaft Bentheim - Die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim hat gestern im Rahmen einer Veranstaltung mit geladenen Vertreter*innen der Gemeinden und Kreisen die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) sowie die Verkehrsunfallstatistik (VUS) fĂŒr das Berichtsjahr 2024 vorgestellt. Die Zahlen zeigen einerseits positive Entwicklungen, machen andererseits aber auch deutlich, wo Handlungsbedarf besteht.

KriminalitÀtslage: Weniger Straftaten, höhere AufklÀrungsquote

Die Gesamtzahl der registrierten Straftaten im Bereich der Polizeiinspektion sank 2024 auf 25.716 FĂ€lle - ein RĂŒckgang um 2,79 % gegenĂŒber dem Vorjahr. Parallel dazu stieg die AufklĂ€rungsquote leicht auf 66,57 %. Besonders erfreulich: Die HĂ€ufigkeitszahl, also die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner, fiel damit auf 5.333 - ein RĂŒckgang um 3,3 %. Trotz dieser positiven Tendenz wurden auch herausfordernde Entwicklungen sichtbar - insbesondere im Bereich der hĂ€uslichen Gewalt (+10,92 %) und bei Sexualdelikten (+2,22 %). Die FĂ€lle sexueller Selbstbestimmung erreichten mit 736 Delikten einen Höchststand seit Beginn der Erfassung. Auch Delikte wie Enkeltrick oder der Missbrauch digitaler Kommunikationsmittel belasten insbesondere Ă€ltere Menschen zunehmend. "Sicherheit entsteht im Alltag - durch das Vertrauen der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in unsere Arbeit, durch PrĂ€vention und durch Zusammenarbeit. Die Zahlen zeigen, dass wir gemeinsam vieles erreicht haben - aber auch, dass wir an bestimmten Stellen noch genauer hinschauen mĂŒssen", erklĂ€rte Nicola Simon, Leiterin der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim.

Kinder, Jugendliche und Digitalisierung im Fokus

Der Anteil der unter 21-jĂ€hrigen TatverdĂ€chtigen ging auf 19,82 % zurĂŒck (Vorjahr: 22,08 %). Straftaten im Bereich der Kinder- und Jugendpornografie machten 2024 trotz eines RĂŒckgangs um 8,65 % weiterhin einen erheblichen Teil bei den minderjĂ€hrigen und heranwachsenden TatverdĂ€chtigen aus. "Auch die InternetkriminalitĂ€t - insbesondere der Missbrauch persönlicher Daten und die Nutzung der KI durch TĂ€ter*innen - nimmt weiter zu. Bei den Betrugsdelikten zum Nachteil Ă€lterer Menschen sind wir verstĂ€rkt auf die Wachsamkeit und UnterstĂŒtzung der Bevölkerung angewiesen. Die Dunkelziffer ist hier erfahrungsgemĂ€ĂŸ sehr hoch", betont Andreas Herbers, stellvertretender Leiter des Zentralen Kriminaldienstes.

Verkehrsgeschehen: Weniger UnfÀlle, weniger Getötete und Schwerverletzte

2024 wurden insgesamt 8.945 VerkehrsunfĂ€lle registriert - ein RĂŒckgang um 5,54 %. Auch die Zahl der tödlichen VerkehrsunfĂ€lle sank um 31,8 % auf 30. Dennoch bleibt die Zahl der verletzten Personen mit 2.156 leicht ĂŒber dem Vorjahreswert (+1,41 %). Besonders betroffen sind hierbei Radfahrende und Nutzer*innen von Pedelecs - hier gab es insgesamt 958 UnfĂ€lle, wobei ĂŒber die HĂ€lfte der Pedelec-VerunglĂŒckten Ă€lter als 55 Jahre war. Auch E-Scooter-UnfĂ€lle nahmen mit 85 registrierten FĂ€llen deutlich zu. In der Altersverteilung der Hauptverursacher tödlicher VerkehrsunfĂ€lle traten vor allem junge Erwachsene (18-24 Jahre) und Senioren (ĂŒber 65 Jahre) hervor. Hauptursachen waren nicht angepasste Geschwindigkeit, VorfahrtsverstĂ¶ĂŸe und Ablenkung. "Wir sehen Fortschritte bei der Unfallvermeidung - aber auch, dass neue MobilitĂ€tsformen wie Pedelecs und E-Scooter besondere Herausforderungen mit sich bringen. Unsere PrĂ€ventionsarbeit werden wir deshalb weiter gezielt ausbauen", erklĂ€rt Robert Raaz, Leiter Einsatz der Polizeiinspektion. Zu den prĂ€ventiven Maßnahmen zĂ€hlen Programme wie die bereits bekannten Projekte "Abgefahren - wie krass ist das denn?!" und "Fit mit dem Pedelec" sowie das neue Projekt "PoliTour", das sich an Motorradfahrende richtet.

Fazit

Die Polizeiliche Kriminalstatistik und die Verkehrsunfallstatistik 2024 liefern ein differenziertes Bild: Die Polizeiinspektion konnte Erfolge verzeichnen, insbesondere bei der AufklĂ€rung und der Reduktion der Fallzahlen. Gleichzeitig bleibt die BekĂ€mpfung hĂ€uslicher Gewalt, digitaler KriminalitĂ€t und die Erhöhung der Verkehrssicherheit zentrale Aufgabe. Die Polizei appelliert an alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, durch Aufmerksamkeit, RĂŒcksichtnahme und Kooperation zur Sicherheit und AufklĂ€rung von Straftaten in der Region beizutragen.

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Marina Bruns
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