FW-Erkrath: Wohnungsbrand in Mehrfamilienhaus mit umfangreicher Menschenrettung - Acht Verletzte, davon drei leichtverletzte Feuerwehrangehörige
30.06.2026 - 18:47:12 | presseportal.de
Eichendorffweg in Erkrath-Hochdahl
Die Feuerwehr Erkrath wurde heute um 12:49 Uhr mit dem Einsatzstichwort "F2_Gebäude" zu einem Mehrfamilienhaus am Eichendorffweg alarmiert. Es lag die weitergehende Meldung vor, dass es in einer Küche brennen sollte. Beim Eintreffen war an der Vorderseite des Gebäudes im Bereich des Laubenganges am Übergang zum Treppenhaus eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Noch während des Aufbaus des ersten Löschangriffs zündete die gesamte Wohnung im 2. Obergeschoss durch, so dass es zu einer massiven Flammenbildung aus den Oberlichtern auf den Laubengang sowie auf der Gebäuderückseite auf dem Balkon kam. Die Flammen schlugen dort zeitweise bis zum 4. Obergeschoss hoch. Umgehend wurde ein C-Rohr zur Innenbrandbekämpfung und ein weiteres Löschrohr über die Drehleiter von außen vorgenommen. Auf der Gebäuderückseite musste zur Verhinderung eines Flammenüberschlages ein B-Rohr im Außenangriff vorgenommen werden.
Erschwerend kam beim Einsatz dazu, dass im und am Gebäude zurzeit umfangreiche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden und das Gebäude auf der Vorderseite vollständig eingerüstet ist. Da sich die Brandwohnung am direkten Zugang vom Laubengang zum Treppenhaus befand und die Flammen auch in den Treppenraum schlugen, mussten insgesamt 12 Personen von der Feuerwehr über das Gerüst sowie über tragbare Leitern und durch den Treppenraum gerettet werden. Die Brandbekämpfung gestaltete sich aufgrund der hohen Brandtemperatur im Treppenraum und auf dem Laubengang für die vorgehenden Atemschutztrupps sehr schwierig. Da mehrere Personen Rauchgase eingeatmet hatten, wurde zusätzlich das Einsatzstichwort "NA 5" zur notärztlichen Versorgung von fünf verletzten Personen ausgelöst. Insgesamt wurden 12 Personen notärztlich gesichtet und behandelt. Acht Personen, davon drei leichtverletzte Feuerwehrangehörige, wurden in umliegende Krankenhäuser transportiert.
Es entstand erheblicher Sachschaden. Die Brandwohnung wurde vollständig zerstört und ist unbewohnbar. Da das Treppenhaus erheblich mit Brandrauchrückständen kontaminiert ist und auch die über und neben der Brandwohnung gelegenen Wohnungen stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, konnten die 87 Mieterinnen und Mieter nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Da nicht alle Hausbewohner/-innen bei Bekannten oder Verwandten unterkommen konnten, hat das DRK Erkrath eine Betreuungsstelle für ca. 40 Personen in einer Turnhalle eingerichtet.
Im Einsatz waren die hauptamtliche Wache und die drei ehrenamtlichen Löschzüge Alt-Erkrath, Millrath und Trills. Unterstützt wurde die Feuerwehr Erkrath durch zwei Löschgruppen der Feuerwehr Hilden. Um den Grundschutz der Stadt Erkrath sicherzustellen, wurde eine Löschgruppe der Feuerwehr Mettmann in der Erkrather Feuer- und Rettungswache stationiert. Für die rettungsdienstliche Versorgung waren Rettungswagen der Feuerwehren Erkrath, Mettmann, Hilden, Haan und Ratingen sowie die Notärzte aus Erkrath und des Kreises Mettmann im Einsatz. Geleitet wurde der Rettungsdiensteinsatz durch den Leitenden Notarzt des Kreises Mettmann. Ergänzt wurde die Patientenversorgung durch einen Gerätewagen Rettungsdienst der Feuerwehr Langenfeld.
Zur Brandursache können keine Angaben gemacht werden. Die Kreispolizeibehörde Mettmann hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Schadenhöhe wird in einem sechsstelligen Bereich liegen.
Rückfragen bitte an:
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Feuerwehr Erkrath
Guido Vogt
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