Schwarzarbeit, Rauschgift

HZA-F: Gemeinsame Pressemitteilung Zoll und Staatsanwaltschaft Darmstadt: Organisierte Schwarzarbeit im Reinigungsgewerbe durch Rauschgiftermittlungen aufgedeckt

21.11.2025 - 12:32:08

Frankfurt am Main - GeschÀfts- und WohnrÀume in Hessen und im Saarland durchsucht

Das regionale Ermittlungszentrum der Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Hauptzollamt Frankfurt am Main -spezialisiert auf die FĂ€lle der schweren strukturellen und organisierten KriminalitĂ€t- durchsuchte gestern (20.11.) im Auftrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt gemeinsam mit dem K 34 RĂŒsselsheim des PolizeiprĂ€sidiums SĂŒdhessen nach umfangreichen Ermittlungen insgesamt 22 Wohn- und GeschĂ€ftsrĂ€ume. Rund 130 EinsatzkrĂ€fte waren an den Durchsuchungen in Frankfurt am Main, Neunkirchen, Langen, Offenbach am Main sowie in weiteren Objekten in Hessen beteiligt. Dabei wurde ein Haftbefehl gegen einen Mann im Alter von 41 Jahren sowie ein Vermögensarrest vollstreckt. Ein weiterer Haftbefehl gegen einen 48 Jahre alten Mann wurde nach seiner Festnahme noch am Nachmittag erwirkt. Daneben wurden Arbeitnehmer vernommen und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.

Die Ermittlungen richten sich bislang gegen insgesamt sechs Personen im Alter von 30 bis 62 Jahren, darunter fĂŒnf MĂ€nner und eine Frau. Es besteht der Verdacht des besonders schweren Falles des Vorenthaltens und Veruntreuens von SozialversicherungsbeitrĂ€gen, der Steuerhinterziehung sowie der Beihilfe zu den vorgenannten Straftaten.

Nach bisherigen Ermittlungen sollen die Hauptbeschuldigten ein Unternehmen in der Reinigungsbranche betreiben, mit dem im gesamten Bundesgebiet Reinigungsdienstleistungen in Höhe von rund 4,6 Millionen Euro erbracht worden sein sollen. Es besteht der Verdacht, dass in betrÀchtlichem Umfang Löhne schwarz ausgezahlt wurden. Zur Generierung der Gelder, die zur Zahlung der Schwarzlöhne benötigt worden sein sollen, sollen sich die Beschuldigten sogenannter Abdeckrechnungen von Servicefirmen in bisher ermitteltem Umfang von rund 2,6 Millionen Euro bedient haben. Der einzige GeschÀftszweck dieser Servicefirmen soll das Erstellen und der Verkauf von Abdeckrechnungen an diverse Unternehmen der Reinigungsbranche ("RechnungskÀufer") sein.

Der bisher ermittelte Gesamtschaden allein fĂŒr die TrĂ€ger der Sozialversicherung soll sich auf rund 880 Tausend Euro belaufen.

Ausgangspunkt der Ermittlungen bildete der weitere Tatverdacht gegen einen Teil der Beschuldigten, eine Marihuanaplantage mit einer regelmĂ€ĂŸigen Ernte im zweistelligen Kilobereich zu betreiben und das Marihuana gewerbsmĂ€ĂŸig zu verkaufen. Soweit der Verdacht des Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz im Raum steht, werden die Ermittlungen durch das zustĂ€ndige Rauschgiftkommissariat K 34 RĂŒsselsheim des PolizeiprĂ€sidiums SĂŒdhessen gefĂŒhrt.

Zur vorlÀufigen Sicherung von Vermögenswerten erging durch das Gericht bereits ein Vermögensarrest in das Vermögen der beteiligten Reinigungsfirma. Dieser wurde im Zuge des Einsatzes durch PfÀndungen vollstreckt.

Neben dem Hauptzollamt Frankfurt am Main waren EinsatzkrĂ€fte zwei weiterer HauptzollĂ€mter, der Landespolizei Hessen, dem Finanzamt Offenbach sowie der Staatsanwaltschaft Darmstadt an den Maßnahmen beteiligt.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Darmstadt sowie des regionalen Ermittlungszentrums der Finanzkontrolle Schwarzarbeit und des PolizeiprĂ€sidiums SĂŒdhessen dauern an.

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Robert Hartmann
Oberstaatsanwalt
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