FW-M, Kran

FW-M: Kran stĂŒrzt auf WohnhĂ€user (Bogenhausen)

15.09.2024 - 09:58:06

MĂŒnchen - Samstag, 14. September 2024, 14.33 Uhr

Ismaninger Strasse

Ein Baukran ist gestern auf zwei WohnhĂ€user in Bogenhausen gestĂŒrzt. GlĂŒcklicherweise wurde niemand verletzt. Der Schaden an den GebĂ€uden ist gewaltig.

Kurz nach halb drei Uhr nachmittags informierte ein Bewohner eines Hauses die Integrierte Leitstelle ĂŒber einen schief stehenden Baukran. Sofort wurden mehrere EinsatzkrĂ€fte der Feuerwehr mit dem Stichwort "Baukran droht umzustĂŒrzen" nach Bogenhausen alarmiert. Der Einsatzleiter sichtete die Situation und ließ sofort zwei bedrohte GebĂ€ude von den EinsatzkrĂ€ften rĂ€umen. Noch wĂ€hrend die EinsatzkrĂ€fte im GebĂ€ude waren, stĂŒrzte der Baukran um und schlug in mit dem Kranausleger in die beiden benachbarten GebĂ€ude ein. Dabei durchschlug er mit den Gegengewichten des Auslegers das Dach. Etwa acht Tonnen Betongewichte verwĂŒsteten dabei eine Dachgeschosswohnung komplett und beschĂ€digten darunterliegende Decken und WĂ€nde. Die Feuerwehrleute brachten sĂ€mtliche Bewohner der beiden GebĂ€ude ins Freie. Die Dachgeschosswohnung war aufgrund von Bauteilen und Schutt nicht mehr zugĂ€nglich. Zwei betroffenen Personen wurde durch den Rettungsdienst kurzzeitig behandelt. GlĂŒcklicherweise wurden sie nicht verletzt. Alle anderen Bewohnerinnen und Bewohner wurden um Großraumrettungswagen der Feuerwehr durch Teams der Krisenintervention betreut. Von oben sichteten die EinsatzkrĂ€fte so gut es ging die Dachgeschosswohnung. Es ergaben sich keine Hinweise auf eine Person in der Wohnung. Die restlichen Wohnungen, an denen niemand öffnete, wurden nun aufgebrochen, um sicherzustellen, dass niemand mehr im GebĂ€ude war. Anschließend wurden die GebĂ€ude vom Strom- und Gasnetz getrennt.

So wurde die Situation vom Einsatzleiter als stabil eingeordnet und eine akute weitere GefĂ€hrdung fĂŒr die EinsatzkrĂ€fte und umliegende Anwohnerinnen und Anwohner ausgeschlossen. Ein Statiker, der mit der Feuerwehr zur Einsatzstelle gebracht wurde, begutachtete nun das GebĂ€ude. Mit der inzwischen eingetroffenen Kranfirma wurde ein weiteres Vorgehen besprochen.

Da die acht Tonnen Gewicht im Dachgeschoss eine erhebliche Gefahr fĂŒr das GebĂ€ude darstellten, mussten diese aus dem Haus entfernt werden. Vorher mussten aber die Decken und WĂ€nde in den oberen Stockwerken abgestĂŒtzt werden. Hierzu wurden weiter EinsatzkrĂ€fte mit speziellen GerĂ€tschaften nachgefordert. Mit StĂŒtzen, Auflagen und Balken wurden ein Sicherungsverbau in das GebĂ€ude eingebracht. Die Kranfirma hatte inzwischen einen fahrbaren 230-Tonnen Arbeitskran zur Einsatzstelle gebracht. Mit diesem sollten die Betongewichte aus dem Dach gehoben werden. DafĂŒr musste der Kranausleger mit dem Kran der Feuerwehr gesichert werden. Anschließend konnten die Bergungsarbeiten beginnen. Da die Teile verkantet im Auslieger des Krans steckten, mussten hier mit einem Trennschneider Stahlteile durchtrennt werden. Feuerwehrleute stellten hierbei den Brandschutz sicher. Nach und nach konnten die sieben Betongewichte anschließend vom Dach des Hauses geborgen werden. Diese Arbeiten waren kurz vor 22.00 Uhr beendet.

Aufgrund der Wetterprognose wurden die restlichen Sicherungsarbeiten dann in der Nacht abgebrochen und auf den nĂ€chsten Tag verschoben. Hier wird von der Feuerwehr noch ein Notdach aufgebracht. Den RĂŒckbau des Kranes ĂŒbernimmt dann eine Spezialfirma.

Wie es zu dem UnglĂŒck kommen konnte, werden Gutachter klĂ€ren mĂŒssen. Ein Sachschaden kann von der Feuerwehr derzeit nicht beziffert werden. Die betroffenen GebĂ€ude bleiben gesperrt. Alle Bewohnerinnen und Bewohner sind privat untergekommen.

(kiß)

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