Technische Hilfeleistung, Notfallrettung

FW-M: Wochenendrückblick der Feuerwehr München für den 17. bis 19. April 2026

20.04.2026 - 10:54:49 | presseportal.de

München - Samstag, 18. April 2026, 10.32 Uhr - Füchse abgetaucht Südparkallee (Sendling)

FW-M: Wochenendrückblick der Feuerwehr München für den 17. bis 19. April 2026 - Foto: presseportal.de

Zur Rettung von mehreren jungen Füchsen hat die Besatzung eines Hilfeleistungslöschfahrzeugs einige Demontagearbeit durchführen müssen.

Immer wieder wird die Feuerwehr München zu Tierrettungseinsätzen alarmiert. In diesem speziellen Fall war nicht nur Arbeitskraft, sondern auch einiges an Material eines Fahrzeugs nötig, um das in Not geratene Tier zu retten. Ein Anwohner hatte die Feuerwehr alarmiert, da eine Füchsin und ein Junges immer um ein abgedecktes, altes Schwimmbad schlichen. Als er nachsah, hörte er Gewimmer aus dem Schwimmbad, das zwar leer, aber mit einem Verschlag abgedeckt war. Die Einsatzkräfte konnten durch ein gebrochenes Brett in dem Schwimmbad zuerst drei, dann noch ein viertes Fuchsjunges entdecken. Um überhaupt an die Tiere zu gelangen, mussten sie zuerst den Holzverbau über dem Schwimmbad demontieren. Anschließend konnten sie mithilfe eine Leiter in das Becken steigen. Vorsichtig wurden die eingeschüchterten Jungtiere dann eins ums andere eingefangen und in Augenschein genommen. Da sie quicklebendig und agil waren, wurde das ganze Rudel nach der Rettung auf den Boden gesetzt und sie fetzten sofort mit ihrer Mutter und dem verbliebenen Geschwisterchen auf und davon.

Damit nicht nochmal so etwas passieren konnte, verschalten die Einsatzkräfte den Verschlag dann so, dass kein Kleintier mehr hineinfallen konnte.  

Samstag, 18. April 2026; 16.14 Uhr - Kind steckt fest Gyßlingstraße (Englischer Garten)

Eine nicht alltägliche Rettung haben die Einsatzkräfte der Feuerwehr München am Samstag im Englischen Garten durchführen müssen.

Eine Aufsichtsperson war mit einem 10-jährigen Jungen im Englischen Garten unterwegs. Eltern werden es kennen: Wasserpfützen stellen für Kinder ein unüberwindbaren Drang dar, darin herumzutollen. In diesem Fall war aber der Boden so aufgeweicht, dass das Kind sehr schnell feststeckte und im weiteren Verlauf dann auch bis zur Hüfte in dem Sumpfloch stecken blieb. Allen Bemühungen zum Trotz konnte die Aufsichtsperson den Jungen nicht aus dem Schlick befreien und rief in seiner Not die Feuerwehr zur Hilfe.

Die ersten Einsatzkräfte, die vor Ort eintrafen fanden den Jungen, wie beschrieben, bis zum Hosenbund im Schlamm vor - etwas unruhig aber augenscheinlich unverletzt. Sofort warfen sie ihm eine Rettungsleine zu, an der er sich festhalten konnte. Unter gemeinsamen Bemühungen konnten die Einsatzkräfte dann den Jungen aus dem Schlamm herausziehen.

Dem sichtlich erleichterten Jungen Mann wurde dann noch der Schlamm abgewaschen. Mit einer unglaublichen Geschichte im Gepäck konnte er und seine Begleitung dann unverletzt nach Hause gehen.

Sonntag, 19. April 2026; 16.50 Uhr - Küchenbrand mit Personenschaden Rotbuchenstraße (Neuharlaching)

Bei einem Küchenbrand rettete die Feuerwehr München den Bewohner über eine Drehleiter. Der Brand beschäftigte die Einsatzkräfte dann noch einige Zeit.

Anwohner meldeten eine starke Rauchentwicklung in einer Wohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Rotbuchenstraße. Sie schilderten, dass bereits schwarzer Rauch aus dem Balkonfenster trat.

Diese Einschätzung bestätigten die ersten Einsatzkräfte, die an der Alarmadresse eintrafen. Sofort wurde der Mitte 60-jährige Bewohner, der am Balkon um Hilfe schrie, über eine Drehleiter in Sicherheit gebracht und dem Rettungsdienst zur Behandlung übergeben. Im weiteren Verlauf transportierte das Rettungsdienstpersonal den Mann zur weiteren Behandlung in ein Münchner Krankenhaus.

Noch während der Rettungsaktion gingen mehrere Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz über das Treppenhaus in das erste Obergeschoss und verschafften sich Zugang zur Brandwohnung. Ein Rauchschutzvorhang verhinderte eine weitere Rauchausbreitung, allerdings war das Treppenhaus bereits merklich verraucht. Aufgrund der Einrichtung benötigten die Einsatzkräfte übermäßig lange, um an den Brandherd in der Küche zu gelangen. Dieser war aber schnell gelöscht.

Aufgrund der Ereignisse in dem Gebäude und auch vom Eindruck des Rauches im Treppenhaus verließen 35 Personen von sich aus das Gebäude, 25 davon wurden in einem Großraumrettungswagen betreut.

Nach dem Brand kontrollierten die Einsatzkräfte alle Wohnungen, davon mussten fünf leicht entraucht werden. Die Brandwohnung ist nach dem Brand nicht mehr bewohnbar. Der Bewohner wurde nach der Behandlung in der Klinik über die Bahnhofsmission in eine Übergangswohnung vermittelt.

(pyz)

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