FW Überlingen: Brand eines Wohn- und Geschäftshauses im Überlinger Industriegebiet / massiver Löschangriff über mehrere Angriffsleitungen
30.06.2026 - 06:00:09 | presseportal.de
Einsatzkräfte der Feuerwehr, welche im Industriegebiet eine Übung abhielten, wurden auf eine unklare Rauchentwicklung in unmittelbarer Nähe aufmerksam und veranlassten die Alarmierung. Parallel dazu begaben sich die ersten Einsatzkräfte zum Schadensort, sodass die Einsatzkräfte der Feuerwehr bereits nach kurzer Zeit eintrafen.
Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte am Einsatzort stand ein Schuppenähnliches Gebäude, welches sich in unmittelbarer Nähe zu einem als Wohn- und Geschäftshaus genutzten Gebäude befand, in Vollbrand. Bei der weiteren Erkundung musste bereits zu diesem Zeitpunkt ein Brandüberschlag auf den Balkon und die Fassade des Wohn- und Geschäftshauses festgestellt werden. In der Folge breitete sich das Feuer schnell in der offenen Bauweise, einer sogenannten Maisonettewohnung aus und griff letztlich auch auf das Dach über. Aufgrund der zu diesem Zeitpunkt gewonnen Erkenntnisse wurde eine Alarmstichworterhöhung veranlasst und hierdurch weitere Einsatzkräfte an die Einsatzstelle beordert.
Umgehend wurde ein massiver Löschangriff mit mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz mit mehreren Angriffsleitungen sowohl im Innen- als auch im Außenangriff eingeleitet. Die Brandbekämpfung erfolgt dabei auch über das Wenderohr der Drehleiter.
Durch die rasche Brandausbreitung galt es in der Einsatzerstphase die Gefahr der weiteren Ausbreitung auf andere Gebäudeteile sowie auf die unmittelbar in der Nähe befindliche Gewerbehallen und Wohnungen zu verhindern. Durch das frühzeitige Eintreffen der Feuerwehr und der massiven Brandbekämpfung konnte ein weiteres Übergreifen letztlich verhindert werden.
Die Löschmaßnahmen zeigten rasch Wirkung. Nach etwas über einer Stunde konnte "Feuer aus" gemeldet werden. Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich jedoch langwierig und aufwendig. Hierzu musste auch die Dachhaut über die Drehleiter geöffnet werden, um bis zu diesem Zeitpunkt unentdeckte Glutnester ausschließen zu können.
Die Wasserversorgung wurde zum einen über das städtische Hydrantennetz, sowie zum anderen über stark wasserführende Löschfahrzeuge sichergestellt.
Personen kamen glücklicherweise nicht zu schaden. Die Brandursache ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Die Wohnung ist derzeit nicht bewohnbar.
Insgesamt war die Freiwillige Feuerwehr Überlingen mit der Einsatzabteilung Stadt unter der Leitung des Kommandanten Ludwig Ehing mit 15 Fahrzeugen und 57 Einsatzkräften im Einsatz.
Unterstützung erhielt die Feuerwehr Überlingen durch den Gerätewagen Atemschutz des Landkreises, welcher bei der Feuerwehr Markdorf stationiert ist, sowie durch die Feuerwehr Uhldingen-Mühlhofen mit einem zweiten Drehleiterfahrzeug.
Neben der Feuerwehr waren auch die Landespolizei, sowie der Rettungsdienst und die Schnelleinsatzgruppe des Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes Überlingen in die Einsatzmaßnahmen miteingebunden. Ebenso machte sich auch Kreisbrandmeister Alexander Amann ein Bild der Lage vor Ort.
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