FW Weinheim: Flüssiggasaustritt am Krankenhaus beschäftigt Feuerwehr mehrere Stunden
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 16:46 Uhr | presseportal, AD HOC NEWSBeim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte hatten bereits alle Mitarbeiter das betroffene Technikgebäude verlassen. Das Technikgebäude ist separat gebaut und nicht direkt mit dem Krankenhaus verbunden. Verantwortliche vor Ort berichteten, dass mit einem Messgerät erhebliche Gaskonzentrationen innerhalb des Gebäudes festgestellt worden waren. Die Feuerwehr übernahm daraufhin die weitere Erkundung und Sicherung der Einsatzstelle.
Die erste Erkundung bestätigte, dass sich das ausgetretene Flüssiggas in mehreren technischen Räumen ausgebreitet hatte. Besonders kritisch war die Situation in Räumlichkeiten mit elektrischen Versorgungsanlagen. Dort bestand aufgrund der vorhandenen Gaskonzentration die Gefahr einer explosionsfähigen Atmosphäre.
Die Einsatzleitung ließ deshalb den Gefahrenbereich erweitern und gemeinsam mit der Polizei großräumig absperren. Gleichzeitig bauten die Feuerwehrkräfte vorsorglich einen Löschangriff auf und brachten zusätzliche fahrbare Kohlenmonoxid und Pulver Feuerlöscher in Stellung. Atemschutztrupps standen für weitere Erkundungs- und Sicherungsmaßnahmen bereit.
Eine wesentliche Aufgabe der Weinheimer Feuerwehr bestand darin, das ausgetretene Gas kontrolliert aus dem Gebäude zu entfernen. Hierzu brachten die Einsatzkräfte spezielle Be- und Entlüftungsgeräte in Stellung. Mit leistungsfähigen Lüftern und großdimensionierten Lüftungsschläuchen wurde das Gas schrittweise aus den betroffenen Räumen abgeführt.
Die Arbeiten erforderten ein sorgfältiges Vorgehen. Immer wieder kontrollierten Feuerwehrtrupps mit Messgeräten die Gaskonzentration. Anhand dieser Messergebnisse stimmten sie die weiteren Maßnahmen ab.
Zusätzlich mussten angrenzende Gebäudeteile überwacht werden. Ein Verbindungsgang zwischen dem Technikgebäude und dem Krankenhaus wurde deshalb durch einen eigenen Feuerwehrtrupp vorsorgliche regelmäßig kontrolliert. Damit sollte eine mögliche Ausbreitung des Gases frühzeitig erkannt werden. Für den Klinikbetrieb und die Mitarbeiter bestand keine Gefahr.
Aufgrund der besonderen technischen Gegebenheiten wurden die Stadtwerke Weinheim zur Einsatzstelle hinzugezogen. Zur Unterstützung der Gasmessungen forderte die Feuerwehr zusätzlich die Werkfeuerwehr Freudenberg mit zusätzlichen Messgeräten an.
Während des gesamten Einsatzes stimmten sich die Feuerwehr Weinheim, die Polizei und die beteiligten Fachkräfte eng miteinander ab. Mehrere Lagebesprechungen waren erforderlich, um die Messergebnisse zu bewerten und das weitere Vorgehen festzulegen.
Neben der Abteilung Stadt war auch die Abteilung Sulzbach im Einsatz. Sie unterstützte insbesondere mit weiteren Einsatzkräften und zusätzlicher Belüftungstechnik.
Im Verlauf des Nachmittags zeigten die wiederholten Messungen, dass die Gaskonzentrationen durch die eingeleiteten Maßnahmen deutlich zurückgingen. Nachdem die betroffenen Räumlichkeiten kontrolliert und keine gefährlichen Konzentrationen mehr festgestellt worden waren, konnten die Fachfirma ihre abschließenden Arbeiten an der Flüssiggasanlage durchführen.
Nach gut drei Stunden wurde das Technikgebäude nach den abschließenden Kontrollmessungen wieder freigegeben. Anschließend bauten die Feuerwehrkräfte die umfangreichen Sicherungs- und Belüftungsmaßnahmen zurück.
Auch die während des Einsatzes vorübergehend eingeschränkte Zufahrt zur Notaufnahme war gegen 15:30 Uhr wieder vollständig frei.
Nach mehr als drei Stunden konnte die Feuerwehr Weinheim ihren Einsatz beenden.
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