KriminalitÀt, Polizei

(90/ 2026) Betrug durch Schockanruf in Bovenden - Seniorin ĂŒbergibt Gold im Wert von mehreren zehntausend Euro. Ermittler bitten um Hinweise

31.03.2026 - 10:10:49 | presseportal.de

Göttingen - Bovenden, Straße "Am Korbhofe" Montag, 30. MĂ€rz 2026, zwischen 17:30 und 17:50 Uhr

POL-GÖ: (90/2026) Betrug durch Schockanruf in Bovenden - Seniorin ĂŒbergibt Gold im Wert von mehreren zehntausend Euro. Ermittler bitten um Hinweise - Foto: presseportal.de

BOVENDEN (ab) - Opfer eines perfiden Telefonbetrugs ist am Montagnachmittag (30.03.2026) eine Seniorin in Bovenden (Landkreis Göttingen) geworden. Die betagte Dame ĂŒbergab einem bislang unbekannten TĂ€ter Gold im Wert von mehreren zehntausend Euro. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde die Frau gegen 17:30 Uhr telefonisch von einer unbekannten Anruferin kontaktiert, die sich als Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft ausgab. Unter dem Vorwand, die Tochter der Seniorin habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und mĂŒsse zur Vermeidung einer Haftstrafe gegen Zahlung einer Kaution freigelassen werden, setzte die TĂ€terin ihr Opfer massiv unter Druck.

Im weiteren Verlauf des GesprĂ€chs, in das sich zwischenzeitlich auch ein mĂ€nnlicher TĂ€ter einschaltete, wurde die Seniorin gezielt nach Bargeld, Schmuck und Gold gefragt. Nachdem die Frau angab, ĂŒber entsprechende WertgegenstĂ€nde zu verfĂŒgen, wurde kurzfristig eine Übergabe vereinbart.

Gegen 17:50 Uhr erschien ein bislang unbekannter Mann an der Wohnanschrift der GeschĂ€digten in der Straße "Am Korbhofe" und nahm Goldbarren sowie GoldmĂŒnzen entgegen. Anschließend entfernte sich der TĂ€ter in unbekannte Richtung. Der Abholer wird als etwa 180 cm großer Mann mit krĂ€ftiger, leicht korpulenter Statur beschrieben. Er soll schwarze Haare und einen 3-Tage-Bart getragen haben, war dunkel gekleidet und fĂŒhrte eine dunkle UmhĂ€ngetasche mit sich. Weitere Angaben, insbesondere zu einem möglichen Fluchtfahrzeug, liegen derzeit nicht vor.

Erst nachdem ein angekĂŒndigter RĂŒckruf ausblieb, kontaktierte die Seniorin ihre Tochter. Der Betrug wurde daraufhin bekannt und der Polizei gemeldet.

Im Zusammenhang mit dem geschilderten Betrugsfall bitten die Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes der PI Göttingen um Mithilfe. Insbesondere werden Zeuginnen und Zeugen gesucht, die am Montag (30.03.2026) im Zeitraum zwischen 17:30 und 18:00 Uhr im Bereich "Am Korbhofe" in Bovenden verdĂ€chtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben oder Angaben zu dem beschriebenen Abholer machen können. Von besonderem Interesse sind zudem Hinweise auf eine mögliche Übergabesituation.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Göttingen unter Telefon 0551/491-2215 entgegen.

PrÀventionshinweise der Polizei:

Trotz regelmĂ€ĂŸiger Warnungen der Polizei fallen insbesondere Ă€ltere Menschen immer wieder auf sogenannte Schockanrufe herein. Die TĂ€ter gehen dabei zunehmend gezielt und vorbereitet vor. Sie nutzen öffentlich zugĂ€ngliche Informationen, etwa aus Traueranzeigen, um Vertrauen zu erzeugen und ihre Geschichten glaubwĂŒrdig wirken zu lassen. Emotionale Ausnahmesituationen - insbesondere Phasen der Trauer - werden dabei bewusst ausgenutzt.

Die Polizei erneuert daher ihren dringenden Appell:

"Rufen Sie bei solchen Anrufen immer zuerst Ihre Kinder oder Enkelkinder selbst an oder wenden Sie sich direkt an Ihre zustĂ€ndige Polizeidienststelle, um zu ĂŒberprĂŒfen, ob es einen solchen Vorfall ĂŒberhaupt gegeben hat. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Und ganz wichtig: In der deutschen Strafprozessordnung gibt es keine Kaution", betont Marko Otte, Beauftragter fĂŒr KriminalprĂ€vention der Polizeiinspektion Göttingen.

Um dieser Betrugsmasche entgegenzuwirken, bietet die Polizeiinspektion Göttingen seit Juli 2022 einen besonderen PrĂ€ventionsservice fĂŒr Seniorinnen und Senioren an. Neben Telefonverzeichnissen nutzen TĂ€ter zunehmend auch Zeitungsanzeigen und Online-Veröffentlichungen, um gezielt Informationen ĂŒber FamilienverhĂ€ltnisse, Namen und persönliche Situationen zu erlangen.

Das PrĂ€ventionsteam der PI Göttingen unterstĂŒtzt daher mit einem Änderungs- oder Löschungsantrag fĂŒr TelefonbucheintrĂ€ge. Ziel ist es, potenzielle Angriffspunkte fĂŒr TĂ€ter zu reduzieren - etwa durch die AbkĂŒrzung von Vornamen oder die vollstĂ€ndige Löschung des Eintrags aus öffentlichen Verzeichnissen.

Die entsprechenden AntrĂ€ge werden im Rahmen von PrĂ€ventionsaktionen, VortrĂ€gen und InfostĂ€nden angeboten und können dort direkt ausgefĂŒllt werden. Zudem liegen sie auf allen Polizeidienststellen aus und stehen auf der Internetseite der Polizeiinspektion Göttingen unter https://fcld.ly/telefonbucheintrag zum Download bereit.

AusgefĂŒllte AntrĂ€ge können unmittelbar bei der Polizei abgegeben oder selbststĂ€ndig an die DTM Deutsche Telemedien gesendet werden. Das Unternehmen ist fĂŒr die EintrĂ€ge in "Das Telefonbuch", "Das Örtliche" und den "Gelben Seiten" zustĂ€ndig und unterstĂŒtzt das PrĂ€ventionskonzept der Polizeiinspektion Göttingen ausdrĂŒcklich.

RĂŒckfragen bitte an:

Polizeiinspektion Göttingen
Andre Baumann
Otto-Hahn-Straße 2
37077 Göttingen
Telefon: 0551/491-2032
E-Mail: pressestelle@pi-goe.polizei.niedersachsen.de
http://www.pi-goe.polizei-nds.de

Original-Content von: Polizeiinspektion Göttingen ĂŒbermittelt durch news aktuell

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