Kinderschutz in Schulen: Polizei und RLSB unterstĂŒtzen gemeinsam Schulen bei ihren Sicherheits- und PrĂ€ventionskonzepten
Veröffentlicht am: 18.03.2026 um 07:13 Uhr | presseportal.de
Der Tag begann mit einer szenischen EinfĂŒhrung des Theaters "Springinsfeld", das Ausschnitte aus dem PrĂ€ventionsstĂŒck Ja-Nein-Stopp prĂ€sentierte. Im anschlieĂenden Hauptvortrag gab Kirsten Rehage, Vertreterin des Kinderschutzbundes e.V. Hannover, praxisnahe Impulse zu Möglichkeiten und Herausforderungen eines institutionellen Kinderschutzes an Schulen. Torsten Glaser, Behördenleiter des RLSB Braunschweig, betonte die Verantwortung der Schulen und der Schulbehörde: "Schulen mĂŒssen sichere Orte fĂŒr Kinder und Jugendliche sein. Unsere Aufgabe als Schulbehörde ist es, LehrkrĂ€fte und Schulleitungen dabei zu unterstĂŒtzen, Schutzkonzepte zu entwickeln und aufmerksam zu handeln." In parallel stattfindenden Workshops setzten sich die Teilnehmenden mit zentralen Aspekten der PrĂ€vention, Intervention und Nachsorge auseinander. Thematisiert wurden unter anderem die UnterstĂŒtzung von Betroffenen und deren Angehörigen, traumasensibles Arbeiten im Schulkontext, der Ablauf polizeilicher Ermittlungen, TĂ€terarbeit, die Entwicklung eines schulischen Verhaltenskodexes sowie die Erstellung wirksamer Schutzkonzepte.
Beim "Markt der Möglichkeiten" boten Institutionen wie der WeiĂe Ring, die Stiftung Opferhilfe, die PrĂ€ventionspuppenbĂŒhne, die Regionalkoordination fĂŒr geschlechtliche und sexuelle Vielfalt sowie das LKA mit dem Projekt "Herzschlag" Informationen und Materialien an. Am Nachmittag beleuchtete Nicole Röhrs der GiB gGmbH (Autismus-Zentrum) Hannover das Thema Schutzkonzepte und Inklusion.
Stefan Ockenfeld, Leiter des Dezernats fĂŒr KriminalitĂ€tsbekĂ€mpfung in der Polizeidirektion Göttingen erklĂ€rte: "Oftmals wird die Polizei erst hinzugezogen, wenn es bereits zu sexuellen Grenzverletzungen gekommen ist. Im Rahmen der gemeinsamen Fachtage mit den RLSB können wir unsere Expertise prĂ€ventiv einbringen und die verlĂ€ssliche Ansprechpartnerin sein, die man in solchen FĂ€llen braucht. Es ist uns ein groĂes Anliegen, die LehrkrĂ€fte, Schulleitungen sowie die in der Schulsozialarbeit TĂ€tigen heute zu sensibilisieren, in ihrem Handeln zu bestĂ€rken und Unsicherheiten zu reduzieren."
Der Fachtag machte deutlich, wie wichtig der gemeinsame Einsatz fĂŒr den Schutz von Kindern und Jugendlichen ist. Die RLSB Braunschweig und Hannover sowie die Polizeidirektion Göttingen wollen ihre seit Jahren bestehende enge Zusammenarbeit auch kĂŒnftig fortfĂŒhren und weiterentwickeln, um Schulen in ihrer Verantwortung zu stĂ€rken und Kinder bestmöglich zu schĂŒtzen.
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