Grevenbroich, Feuer

FW Grevenbroich: Feuer auf Grevenbroicher Schaf-Farm / Feuerwehr rettet hunderte Tiere - rund achtstĂŒndiger Einsatz der Wehr

17.10.2024 - 08:02:45

Grevenbroich - Der Brand mehrerer LagergebÀude eines Schafszuchtbetriebes in Grevenbroich löste am Mittwochabend (16.10.) einen aufwendigen Einsatz der Feuerwehr aus, in dessen Verlauf die EinsatzkrÀfte mehrere Hundert Tiere retteten. Gegen 22 Uhr hatten Augenzeugen der Feuerwehr Rauch und Flammenschein auf dem ehemaligen MilitÀrgelÀnde am Rand des Ortsteils Kapellen gemeldet. Daraufhin eilten mehrere Löscheinheiten der Wehr zu dem GelÀnde aus, auf dem ein Unternehmer seine Tiere in mehreren Hallen hÀlt.

Aufgrund der ĂŒber dem GelĂ€nde hoch auflodernden und von weitem sichtbaren Flammen löste der Einsatzleiter, Brandoberinspektor Christoph Nott, bereits auf der Anfahrt eine Alarmstufenerhöhung aus. Er forderte weitere EinsatzkrĂ€fte nach, da das GelĂ€nde nicht an die Wasserversorgung angebunden ist, fĂŒr die BrandbekĂ€mpfung aber erkennbar große Mengen Löschmittel erforderlich werden wĂŒrden. Im Laufe der Löschmaßnahmen, die sich ĂŒber die gesamte Nacht zogen, kamen - neben den KrĂ€ften vom Grevenbroicher Hauptamt sowie fĂŒnf ehrenamtlichen Löscheinheiten - auch Wehrleute aus vier NachbarstĂ€dten zur UnterstĂŒtzung der Wasserversorgung mit Tanklöschfahrzeugen zum Einsatz.

Durch das schnelle Eingreifen der RettungskrĂ€fte gelang es, den Brand auf die Ostseite des GelĂ€ndes zu begrenzen und eine Ausbreitung des Feuers auf die westlich liegenden Hallen zu verhindern, in denen der Betreiber der Zucht einige Hundert Schafe hĂ€lt. Um auszuschließen, dass die Tiere durch den Brandrauch Schaden nehmen, kontrollierten die EinsatzkrĂ€fte regelmĂ€ĂŸig, dass die LuftqualitĂ€t fĂŒr die Schafe in den Hallen akzeptabel blieb. Eine Evakuierung der Tiere unterblieb in Absprache mit dem Halter, um die Schafe keinem zusĂ€tzlichen Stress auszusetzen. Alle Tiere blieben trotz des angrenzenden Feuers unverletzt.

Um die Ausbreitung des Brandes zu verhindern und die Flammen einzudÀmmen, setzten die Wehrleute rund um die betroffenen GebÀude insgesamt vier C- und zwei B-Rohre ein. Damit gelang es zwar, die Flammen innerhalb rund einer Stunde deutlich niederzuschlagen. Wegen der verschachtelten Bauweise, der aus alten MilitÀrgebÀuden und vielfÀltigen Blechbauten bestehenden LagerrÀume, war es den EinsatzkrÀften aber nicht möglich, gefahrlos an alle Brandstellen zu gelangen.

Aufgrund der zunehmenden Einsturzgefahr der Bauten und der dadurch nicht erreichbaren Brandherde forderte der Einsatzleiter im Laufe der Nacht zusĂ€tzlich schweres GerĂ€t des Technischen Hilfswerks an. THW-EinsatzkrĂ€fte aus Grevenbroich sowie aus Viersen und ein Spezialbagger des dortigen THW-Ortsverbandes rĂŒckten daraufhin ebenfalls zum Brandort am Grevenbroicher Stadtrand aus. Dank des Baggers gelang es den RettungskrĂ€ften schließlich, an die Brandherde zu gelangen. WĂ€hrend die THW-Helfer mithilfe des GroßgerĂ€tes stĂŒckweise die TrĂŒmmer der GebĂ€ude zurĂŒckbauten, bekĂ€mpften mehrere Feuerwehrtrupps ĂŒber mehrere Stunden die so freigelegten Brandstellen. Gegen 5:45 Uhr war das Feuer gelöscht und auch die letzten KrĂ€fte der Grevenbroicher Wehr konnten nach einer durchgearbeiteten Nacht an ihre Standorte zurĂŒckkehren.

Insgesamt waren rund 110 RettungskrĂ€fte im Einsatz, neben dem Hauptamt der Grevenbroicher Wehr auch die ehrenamtlichen Löscheinheiten Kapellen, Hemmerden, Gustorf/Gindorf und Stadtmitte, ferner ehrenamtliche Wehrleute aus Neuss, Kaarst, Korschenbroich und Dormagen. Die Ehrenamtler der Löscheinheit Wevelinghoven stellten unterdessen den Grundschutz fĂŒrs Stadtgebiet auf der Feuerwache sicher.

Aussagen zur Schadenshöhe sowie zur Brandursache kann die Feuerwehr nicht machen. Fachleute der Kriminalpolizei nahmen nach dem Einsatzende der Feuerwehr Ermittlungen zum Brandgeschehen auf.

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