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GZD: Hessischer Finanzminister Prof. Dr. Lorz und StaatssekretÀrin im Bundesministerium der Finanzen Prof. Dr. Hölscher besuchen den Frankfurter Zoll

23.04.2025 - 15:44:36

Bonn - Am 23. April 2025 besuchten der hessische Finanzminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz sowie die fĂŒr den Zoll zustĂ€ndige StaatssekretĂ€rin im Bundesministerium der Finanzen Prof. Dr. Luise Hölscher den Zoll am Frankfurter Flughafen. Ziel des Besuchs war es, sich vor Ort ein Bild von der Abfertigung internationaler Onlinesendungen - insbesondere aus dem asiatischen Raum - zu machen.

Der Flughafen Frankfurt zĂ€hlt zu den grĂ¶ĂŸten internationalen Luftfracht-Drehkreuzen Europas und verzeichnete in den vergangenen Jahren einen deutlichen Anstieg an Paketsendungen aus China und anderen asiatischen LĂ€ndern. Der globale E-Commerce-Boom treibt diese Entwicklung maßgeblich voran.

Dieses wachsende Frachtaufkommen stellt den Zoll sowie die Überwachungsbehörden der LĂ€nder vor besondere Herausforderungen. WĂ€hrend legale Waren zĂŒgig und effizient abgefertigt werden mĂŒssen, gilt es gleichzeitig, geltende Zollvorschriften konsequent umzusetzen und Verbraucherinnen und Verbraucher vor gefĂ€hrlichen Produkten zu schĂŒtzen.

Neben den zollrechtlichen Vorschriften erfordert der boomende Onlinehandel auch die Beachtung zahlreicher weiterer regulatorischer Bereiche wie Produktsicherheit, Verbraucher- und Umweltschutz. Der Zoll arbeitet hier eng mit den zustĂ€ndigen Landesbehörden zusammen, um diese Regeln durchzusetzen. Im Falle von verdĂ€chtigen Waren unterrichtet der Zoll die jeweiligen Behörden, die dann ĂŒber die EinfuhrfĂ€higkeit und das weitere Verfahren entscheiden.

Um den gestiegenen Frachtmengen begegnen zu können und gleichzeitig eine schnelle und zuverlÀssige Zollabwicklung sicherzustellen, setzt der Zoll verstÀrkt auf Digitalisierung und auf einen flexiblen Personaleinsatz. Ein speziell entwickeltes IT-Verfahren zur Abfertigung geringwertiger Sendungen ermöglicht eine gezielte Risikoanalyse. VerdÀchtige Sendungen werden damit identifiziert und bei Bedarf physisch kontrolliert. Dabei besteht bei Bedarf auch die Möglichkeit, dass ZollÀmter aus dem gesamten Bundesgebiet die Kolleginnen und Kollegen am Frankfurter Flughafen im digitalen Abfertigungssystem verstÀrken.

ErgĂ€nzend zu den regulĂ€ren Kontrollmaßnahmen fĂŒhrt der Zoll regelmĂ€ĂŸig gezielte nationale und internationale Sonderkontrollmaßnahmen im grenzĂŒberschreitenden Paketverkehr durch.

Zum Abschluss ihres Besuchs zeigten sich Finanzminister Lorz und StaatssekretĂ€rin Hölscher beeindruckt von der ProfessionalitĂ€t und dem Engagement der Zöllnerinnen und Zöllner, die tagtĂ€glich fĂŒr eine reibungslose Kontrolle der Sendungen bei stetig wachsenden Warenmengen sorgen.

"Der Onlinehandel hat in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Dies lĂ€sst sich gerade hier am Frankfurter Flughafen sehr eindrucksvoll sehen", sagt der Hessische Finanzminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz. "Bund und LĂ€nder arbeiten daher gemeinsam auf nationaler und europĂ€ischer Ebene an einer fortlaufenden Optimierung der Kontrollmöglichkeiten des Onlinehandels, wobei digitale Instrumente eine immer wichtigere Rolle spielen. Nur auf diese Weise lĂ€sst sich sicherstellen, dass wir mit den Praktiken von SteuerbetrĂŒgern Schritt halten und ihnen wirksam entgegentreten können. Das ist fĂŒr mich ein zentrales Anliegen. Steuerbetrug reißt nicht nur LĂŒcken in die öffentlichen Haushalte, sondern verursacht auch Wettbewerbsnachteile fĂŒr alle ehrlichen Unternehmen."

"Der Zoll tritt den Herausforderungen des boomenden Onlinehandels digital, zeitnah und effektiv entgegen", betont StaatssekretĂ€rin Prof. Dr. Luise Hölscher. "Dabei analysieren wir stĂ€ndig die Entwicklungen des grenzĂŒberschreitenden Warenverkehrs und passen hierbei kontinuierlich unsere risikoorientierte Kontrollstrategie und den bundesweiten Ressourceneinsatz an die sich Ă€ndernden Gegebenheiten an. Wir achten unentwegt genau darauf, dass die Spielregeln unseres Marktes eingehalten werden. Dennoch ist die BewĂ€ltigung des stetig wachsenden Abfertigungsvolumens nicht nur Aufgabe des deutschen Zolls, sie ist eine Gemeinschaftsaufgabe fĂŒr die gesamte EuropĂ€ische Union. Dies braucht ein starkes und vor allem digitales Netzwerk zwischen den Behörden aller Mitgliedsstaaten."

Zusatzinformationen zum Zoll am Flughafen Frankfurt am Main: Der Zoll am Frankfurter Flughafen mit seinen rund 1.400 BeschĂ€ftigten hat im Jahr 2023 rund 47 Millionen Warenabfertigungen durchgefĂŒhrt und rund 200 Millionen Euro an Zöllen und rund 6 Milliarden Euro an Einfuhrumsatzsteuer eingenommen. Im internationalen Postzentrum (IPZ) in Frankfurt wurden dabei rund 9,3 Millionen Zollanmeldungen bearbeitet.

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