Folgemeldung zu Entdeckung von illegalen Chemikalien in Halver nach Brand - Ermittlungen bestÀtigen Drogenlabor - TatverdÀchtiger in Untersuchungshaft
Veröffentlicht am: 11.05.2026 um 15:10 Uhr | presseportal.de
Die mehrtĂ€gige Entsorgung der aufgefundenen Chemikalien und Materialien wurde am Montagmittag (11.05.2026) durch einen spezialisierten Entsorgungsbetrieb beendet. Die EinsatzkrĂ€fte stellten dabei mehr als 10.000 Liter SyntheseabfĂ€lle sicher, die anschlieĂend fachgerecht abtransportiert wurden. Zudem fanden die Ermittler in mehreren Reaktoren Chemikalien vor, aus denen mutmaĂlich Amphetamin hergestellt werden sollte. Aufgrund der teilweise hochgiftigen Substanzen waren umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen erforderlich. Neben der Polizei waren auch die Feuerwehr sowie SpezialkrĂ€fte des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen im Einsatz. FĂŒr die Bevölkerung bestand nach aktuellem Ermittlungsstand zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Gefahr. Der Brand, der letztlich zur Entdeckung des Drogenlabors fĂŒhrte, konnte von der Feuerwehr schnell gelöscht werden. Dadurch wurde vermutlich ein folgenschwerer GroĂbrand verhindert.
Im Rahmen der Durchsuchungs- und ErmittlungsmaĂnahmen stellten die EinsatzkrĂ€fte umfangreiche Beweismittel, Produktionsanlagen sowie eine scharfe Schusswaffe sicher. Nach bisherigen Erkenntnissen verfĂŒgte das Labor ĂŒber eine mutmaĂliche ProduktionskapazitĂ€t von mehreren Tonnen Amphetamin. Nach derzeitigem Stand ist davon auszugehen, dass das Labor bereits ĂŒber mehrere Monate betrieben wurde und dabei mehrere Tonnen konsumfĂ€higen Amphetamins hergestellt und bereits abtransportiert wurden. Der geschĂ€tzte StraĂenwert der hergestellten Drogen liegt im siebenstelligen Eurobereich.
Im Zuge der Ermittlungen nahmen Polizeibeamte einen 31-jĂ€hrigen TatverdĂ€chtigen aus dem MĂ€rkischen Kreis vorlĂ€ufig fest. Der Mann steht im dringenden Verdacht, am Betrieb des mutmaĂlichen Drogenlabors beteiligt gewesen zu sein. Er wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hagen am vergangenen Freitag (08.05.2026) einem Haftrichter beim Amtsgericht Hagen vorgefĂŒhrt. Dieser erlieĂ Untersuchungshaftbefehl.
Die umfangreichen Ermittlungen dauern an. Gegenstand der Ermittlungen sind unter anderem die Ursache des Brandes sowie mögliche weitere Tatbeteiligte und HintergrĂŒnde des Betriebs. Hierzu wurde ein BrandsachverstĂ€ndiger eingesetzt. Auch wird derzeit der Verbleib des bereits hergestellten und abtransportierten Amphetamins ermittelt.
Weitergehende AuskĂŒnfte können zum jetzigen Zeitpunkt nicht erteilt werden.
Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die verdÀchtige Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Objekt gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 02331 / 986-2066 bei der Polizei Hagen zu melden. (sch)
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