Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 - Weniger Taten bei gleichzeitig landesweit bester AufklÀrungsquote
Veröffentlicht am: 25.03.2026 um 13:25 Uhr | presseportal.de
Die PKS zeigt die von der Polizei bearbeiteten Straftaten auf. Darunter zĂ€hlen jene, die seitens der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger angezeigt, als auch Straftaten die seitens der Polizei festgestellt werden.
Die Zahl der Straftaten ist im Vergleich zum Vorjahr erneut leicht zurĂŒckgegangen.
Eine der bundesweiten Kennzahlen zur objektiven Messbarkeit der Sicherheit ist hierbei die KriminalitÀtshÀufigkeitszahl. Dabei handelt es sich um die Anzahl der registrierten Straftaten, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner. Die HÀufigkeitszahl in dem ZustÀndigkeitsbereich der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden liegt mit 5.147 deutlich unter dem Landesschnitt in Niedersachsen (6.329). Das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, bewegt sich daher weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau.
Kernaussagen der PKS 2025 fĂŒr die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden:
Die Zahl der Straftaten in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden hat sich von 11.296 im Jahr 2024 auf 11.107 (-189) im Jahr 2025 reduziert.
Die Anzahl der bekannt gewordenen FÀlle lÀsst sich in die folgenden Deliktskategorien unterteilen:
Straftaten gegen das Leben
Im Jahr 2025 wurden in den beiden Landkreisen insgesamt 5 Strafverfahren aufgrund von Straftaten gegen das Leben gefĂŒhrt. Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu einer Reduzierung um 50,00% (-5). Die Fallzahlen im Bereich Mord/Totschlag sind im ZustĂ€ndigkeitsbereich der Inspektion gesunken und mit 4 FĂ€llen auf niedrigem Niveau (-3). Die AufklĂ€rungsquote umfasst 100%. Insgesamt sind bei der GewaltkriminalitĂ€t (458 FĂ€lle) in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden minimal steigende Fallzahlen zu betrachten (+3).
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung
Im Jahr 2025 wurden in den beiden Landkreisen insgesamt 389 Verfahren aufgrund von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung eingeleitet. Im Vergleich zu 2024 liegt hier ein RĂŒckgang von (-79) und somit von 16,88% vor.
Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche
Bei FĂ€llen von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist ebenfalls ein RĂŒcklauf feststellbar. Es wurden im Jahr 2025 155 FĂ€lle verzeichnet (-61). Ein GroĂteil der FĂ€lle bezieht sich dabei auf den Besitz und die Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie. Die PolizeiprĂ€sidentin der Polizeidirektion Göttingen, Tanja Wulff-Bruhn, erklĂ€rt dazu: "Trotz eines erfreulichen grundsĂ€tzlichen RĂŒckgangs der Fallzahlen zahlt sich in diesem schweren Deliktsfeld die hervorragende Arbeit der Ermittlerinnen und Ermittler aus. In den vergangenen Jahren haben wir viele TĂ€ter ermittelt und die AufklĂ€rungsquote auf mehr als 99 Prozent erhöht, auf den höchsten Wert der letzten zehn Jahre - das ist ein toller Erfolg. Wir haben gezeigt, dass es im Netz keine AnonymitĂ€t gibt und sich die TĂ€terinnen und TĂ€ter nicht in Sicherheit wiegen sollten. Nichts desto trotz ist eine Tat schon eine zu viel - wir werden also auch in Zukunft nicht nachlassen, wenn es um die Verfolgung dieser abscheulichen Taten geht."
Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit
In 2025 wurden im ZustĂ€ndigkeitsbereich der Polizeiinspektion insgesamt 2.503 Strafverfahren aufgrund von Rohheitsdelikten (Raub und Körperverletzungsdelikte) sowie Straftaten gegen die persönliche Freiheit bearbeitet. Im Vergleich zum Jahr 2024 ist ein RĂŒckgang von (-98) zu verzeichnen.
Diebstahlsdelikte
Die Diebstahlsdelikte lassen sich in DiebstÀhle ohne und mit erschwerenden UmstÀnden trennen. Insgesamt kam es 2025 zu 2.838 (-81) DiebstÀhlen mit einer AufklÀrungsquote von 44,43% (+3,39%) die wie folgt unterteilt werden können: Bei DiebstÀhlen ohne erschwerende UmstÀnde wurden 1.939 verzeichnet (-60). Bei DiebstÀhlen unter erschwerenden UmstÀnden wurden in der Inspektion 899 FÀlle - und somit 21 weniger als in 2024 polizeilich bekannt.
Wohnungseinbruchdiebstahl
Bei den WohnungseinbruchdiebstĂ€hlen sind leicht sinkende Fallzahlen zu erkennen. Hier ist ein RĂŒckgang der Straftaten auf 172 (-6) zu verzeichnen. Die AufklĂ€rungsquote bei den WohnungseinbruchdiebstĂ€hlen in der Polizeiinspektion liegt bei 29,65% (+3,78%).
HĂ€usliche Gewalt
Die FĂ€lle der hĂ€uslichen Gewalt haben im vergangenen Jahr abgenommen (-78) und liegen bei 827. Trotz dieser positiven Tendenz bleibt hĂ€usliche Gewalt ein zentrales Thema, das weiterhin konsequente Aufmerksamkeit und entschlossenes Handeln erfordert. Im Jahr 2025 durchgefĂŒhrte Kampagnen und PrĂ€ventionsmaĂnahmen zeigen, wie wichtig es ist, kontinuierlich aufzuklĂ€ren und Betroffene zu ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen.
PhÀnomen Messerangriff
Im Bereich der Polizeiinspektion ist ein Anstieg (+23) auf 86 FĂ€lle feststellbar. Unter dem PhĂ€nomen Messergewalt fallen Angriffe, die mit einem Messer ausgefĂŒhrt oder angedroht wurden. Die gestiegenen Fallzahlen stellen auch den Trend im Land Niedersachsen dar. Die PolizeiprĂ€sidentin Tanja Wulff-Bruhn betont: "608 Menschen sind im vergangenen Jahr im ZustĂ€ndigkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen bei 446 Taten durch einen Messerangriff teils schwer verletzt worden - das ist die höchste Zahl seit Beginn der Auswertung dieses PhĂ€nomens im Jahr 2020. Das zeigt, dass die Einrichtung von Waffenverbotszonen, wie es in unserem ZustĂ€ndigkeitsbereich in Göttingen bereits der Fall ist, auch perspektivisch richtig, nötig und wichtig ist. Jede Waffe, die wir aus dem Verkehr ziehen können, macht den öffentlichen Raum sicherer."
Straftaten zum Nachteil Àlterer Menschen
Bei den Straftaten zum Nachteil Ă€lterer Menschen ist in der Polizeiinspektion eine Zunahme (+37) auf 304 Strafverfahren feststellbar. Hierbei handelt es sich um 168 vollendete Taten und 136 Versuche. Es entstand ein Gesamtschaden von 1.111.463 EUR. "Straftaten zum Nachteil Ă€lterer Menschen richten nicht nur hohen finanziellen Schaden an. Sie hinterlassen tiefe seelische Spuren. Viele Betroffene verlieren das Vertrauen in andere Menschen - manchmal sogar in sich selbst. Unsere Aufgabe ist es, diese TĂ€ter zu stoppen und denjenigen beizustehen, die durch solche perfiden Maschen nicht nur ihr Geld, sondern ein StĂŒck Sicherheit verloren haben.", so Marie Lohmann, Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion.
Vermögens- und FÀlschungsdelikte
Im Jahr 2025 wurden in beiden Landkreisen insgesamt 1.762 Verfahren aufgrund von Straftaten im Bereich der Vermögens- und FÀlschungsdelikte (u.a. Betrug, UrkundenfÀlschung) bearbeitet. Im Vergleich zum Vorjahr kam es hier zu einem Anstieg um (+68). Die AufklÀrungsquote liegt hier bei 78,72% (+4,46%) im Jahr 2025.
Sonstige StraftatbestÀnde (StGB)/Strafrechtliche Nebengesetze
Im Bereich der sonstigen StraftatbestĂ€nde ist ein Anstieg von (+203) auf 2.981 FĂ€lle zu verzeichnen. Hierunter fallen Straftaten wie zum Beispiel Erpressung, Widerstand, Hausfriedensbruch, VortĂ€uschen von Straftaten, Hehlerei, Brandstiftung, SachbeschĂ€digung und AusspĂ€hen von Daten. Im Bereich der strafrechtlichen Nebengesetze ist eine Abnahme von (-197) auf 629 FĂ€lle feststellbar. Strafrechtliche Nebengesetze sind u.a. VerstöĂe gegen das Kunsturheberrechtsgesetz, Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asyl- und das FreizĂŒgigkeitsgesetz und VerstöĂe gegen das Waffengesetz und BetĂ€ubungsmittelgesetz. Hier hat sich insbesondere die Teillegalisierung von Cannabis deutlich auf die Entwicklung der Fallzahlen ausgewirkt.
Gewalt gegen PVB
Die Anzahl von Gewaltdelikten gegen Polizeivollzugsbeamte ist weiterhin auf einem hohen Niveau. 2025 kam es in der Polizeiinspektion zu 89 FÀllen von Gewalt gegen PolizeivollzugskrÀfte (-4) und 9 FÀllen von Gewalt gegen RettungskrÀfte (+1). Diese Entwicklung gibt weiterhin Anlass zur Besorgnis.
FÀlle mit nichtdeutschen TatverdÀchtigen
Die Fallzahlen mit nichtdeutschen TatverdÀchtigen sind 2025 auf 2.299 gestiegen (+78). Die Fallzahlen deutscher TatverdÀchtiger umfassen 5.585 FÀlle (-245). Es handelt sich hierbei um 1.933 nichtdeutsche TatverdÀchtige (+68) und 4.075 (-365) deutsche TatverdÀchtige.
Straftaten durch junge Menschen (Kinder, Jugendliche und Heranwachsende bis unter 21 Jahren)
Die Anzahl bekannt gewordener FĂ€lle von Straftaten durch junge Menschen umfasst 1.687 (-194). Die Anzahl teilt sich auf in Kinder von 0 bis unter 14 Jahren (317 FĂ€lle [+12]), Jugendliche von 14 bis unter 18 Jahren (784 FĂ€lle [-43]) und Heranwachsende von 18 bis unter 21 Jahren (586 FĂ€lle [-163]).
"Unsere hohe AufklĂ€rungsquote zeigt, wie effektiv und zuverlĂ€ssig die Polizeiarbeit in unserer Region ist. Die Menschen können sich darauf verlassen, dass wir auch in einer Zeit moderner und zunehmend komplexer KriminalitĂ€tsformen handlungsfĂ€hig bleiben. Unsere Kolleginnen und Kollegen arbeiten mit hoher Motivation, obwohl die Anforderungen stetig wachsen. Gerade diese ProfessionalitĂ€t und Einsatzbereitschaft fĂŒhren dazu, dass wir trotz vielseitiger und anspruchsvoller Aufgaben tagtĂ€glich hervorragende Ergebnisse erzielen", sagt Matthias Kinzel, Leiter der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden.
RĂŒckfragen bitte an:
Justus Weigel
Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden
Telefon: +49 (0)5151/933-204
E-Mail: pressestelle@pi-hm.polizei.niedersachsen.de
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