KriminalitÀt, Polizei

Polizei stÀrkt Netzwerk gegen hÀusliche Gewalt

20.02.2026 - 13:35:00 | presseportal.de

Hannover - Die Polizeidirektion Hannover setzt ein deutliches Zeichen gegen hĂ€usliche Gewalt und optimiert die Zusammenarbeit mit spezialisierten Opferschutzeinrichtungen. Am Freitag, 20.02.2026, unterzeichnete die Polizei in diesem Zusammenhang neue Kooperationsvereinbarungen mit der Beratungs- und Interventionsstelle bei hĂ€uslicher Gewalt (BISS) sowie mit dem MĂ€nnerbĂŒro Hannover e.V. Ziel ist ein lĂŒckenloses und geschlechterĂŒbergreifendes Hilfsangebot fĂŒr Betroffene in der Region.

POL-H: Polizei stÀrkt Netzwerk gegen hÀusliche Gewalt - Foto: presseportal.de

"HĂ€usliche Gewalt ist kein privates Problem, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, der die Polizei Hannover mit einer engen Vernetzung begegnet", erklĂ€rte Gwendolin von der Osten, PolizeiprĂ€sidentin der Polizeidirektion Hannover, im Rahmen der Unterzeichnung. Die nun getroffenen Vereinbarungen bilden das Fundament, um Betroffene noch schneller und zielgerichteter aus der Gewaltspirale zu fĂŒhren.

Aufgrund geĂ€nderter örtlicher ZustĂ€ndigkeiten wurde die bewĂ€hrte Kooperation mit der BISS, vertreten durch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Region Hannover e.V., neu aufgestellt. Kern der Vereinbarung bleibt das bewĂ€hrte pro-aktive Vorgehen: Nach einem Polizeieinsatz wegen hĂ€uslicher Gewalt werden - unter Einhaltung des Datenschutzes - relevante Informationen an die BISS ĂŒbermittelt.

Sozialarbeiterinnen nehmen daraufhin zeitnah Kontakt zu den betroffenen Frauen oder diversen Personen auf. Dieses "Hinterhergehen" stellt sicher, dass Hilfe genau dann ankommt, wenn sie am dringendsten benötigt wird - durch psychosoziale Krisenintervention, Erstberatung und die Vermittlung weiterfĂŒhrender Schutzmaßnahmen.

DarĂŒber hinaus erfolgt ein LĂŒckenschluss durch eine formelle Kooperationsvereinbarung mit dem MĂ€nnerbĂŒro Hannover e.V.. Damit trĂ€gt die Polizeidirektion Hannover der Tatsache Rechnung, dass auch MĂ€nner Opfer von Gewalt im hĂ€uslichen Umfeld werden. Da dieses Thema nach wie vor stark tabuisiert ist, soll die neue Vereinbarung die Hemmschwelle fĂŒr mĂ€nnliche Betroffene senken.

Das MĂ€nnerbĂŒro bietet spezialisierte UnterstĂŒtzung bei der Sicherheitsplanung an, informiert ĂŒber rechtliche Wege nach dem Gewaltschutzgesetz und leistet wichtige Hilfestellung bei der BewĂ€ltigung des Erlebten. DarĂŒber hinaus bietet das MĂ€nnerbĂŒro gewalttĂ€tigen MĂ€nnern Trainings und Beratungen an, um diese vor dem Begehen von Straftaten zu bewahren.

"Durch die VerknĂŒpfung polizeilicher Gefahrenabwehr mit der fachspezifischen Expertise der Beratungsstellen wird sichergestellt, dass keine betroffene Person allein gelassen wird - unabhĂ€ngig vom Geschlecht. Die Botschaft der Partner ist eindeutig: Wer Gewalt erlebt, findet in der Region Hannover professionelle UnterstĂŒtzung und Wege in ein sicheres Leben", betonte PolizeiprĂ€sidentin Gwendolin von der Osten. /ram, nash

RĂŒckfragen bitte an:

Polizeidirektion Hannover
Michael Bertram
Telefon: 0511 109-1040
E-Mail: pressestelle@pd-h.polizei.niedersachsen.de
https://www.pd-h.polizei-nds.de

Original-Content von: Polizeidirektion Hannover ĂŒbermittelt durch news aktuell

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