POL-PDTR, Polizeiliche

Polizeiliche Kriminalstatistik der PI Idar-Oberstein fĂŒr das Jahr 2024

11.03.2025 - 11:00:23

Idar-Oberstein - Strukturdaten der Polizeiinspektion Idar-Oberstein

Die Polizeiinspektion Idar-Oberstein stellt ihre polizeiliche Kriminalstatistik fĂŒr das Jahr 2024 dar. Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ist eine Zusammenstellung aller der Polizei bekannt gewordenen strafrechtlichen Sachverhalte unter BeschrĂ€nkung auf ihre erfassbaren wesentlichen Inhalte. Sie soll damit im Interesse einer wirksamen KriminalitĂ€tsbekĂ€mpfung zu einem ĂŒberschaubaren und möglichst verzerrungsfreien Bild der angezeigten KriminalitĂ€t fĂŒhren. Der örtliche ZustĂ€ndigkeitsbereich der Polizeiinspektion Idar-Oberstein umfasst die Stadt Idar-Oberstein mit ihren 13 Stadtteilen sowie die Nationalparkverbandsgemeinde Herrstein/Rhaunen. Auf einer FlĂ€che von 391 kmÂČ sind 53.166 Einwohner (Stand 31.12.2024) zu betreuen. Die Stadt Idar-Oberstein umfasst aktuell 30.807 Einwohner, hiervon sind 5.083 Kinder und Jugendliche. Die Ortslagen der Verbandsgemeinde Herrstein/Rhaunen, welche ebenfalls zum Dienstgebiet der PI Idar-Oberstein gehören, umfassen zum o.g. Stichtag 22.359 Einwohner, wovon 3.215 unter 18 Jahren sind. Damit entspricht der ZustĂ€ndigkeitsbereich der PI Idar-Oberstein in etwa die HĂ€lfte der FlĂ€che des Landkreises Birkenfeld.

KriminalitÀtsentwicklung

Im Berichtsjahr 2024 wurden im ZustĂ€ndigkeitsbereich der Polizeiinspektion Idar-Oberstein insgesamt 2750 Straftaten statistisch erfasst. GegenĂŒber dem Vorjahr mit 2899 FĂ€llen bedeutet dies ein RĂŒckgang um 149 Straftaten (- 5,14 %). AufgeklĂ€rt wurden hiervon 1801 Straftaten. Die AufklĂ€rungsquote im Jahr 2024 betrug damit 65,6 %, was eine Zunahme um 0,9 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Somit ist die Zahl der aufgeklĂ€rten Straftaten etwas gestiegen, sie bewegt sich jedoch auf einem durchschnittlichen Niveau.

Entwicklung im Bereich der Rohheitsdelikte

Im Bereich der Fallzahlenentwicklung der Rohheitsdelikte (Raub, Körperverletzungen und Bedrohungen) ist insgesamt ein leichter Anstieg auf 681 erfasste Straftaten im Jahr 2024 zu verzeichnen (2023: 649 Straftaten). Die unter die Rohheitsdelikte zu subsumierenden Körperverletzungen verzeichnen hierbei gesamtheitlich betrachtet einen leichten Anstieg von 17 Straftaten (3,75 %) auf insgesamt 470. Bei den Straftaten gegen die persönliche Freiheit ist ein Anstieg um 18 Straftaten (9,94 %) festzustellen und die Zahl der Bedrohungsdelikte ist im Vergleich zum Jahr 2023 um 15 FÀlle auf 162 Straftaten angestiegen.

Entwicklung im Bereich der EigentumskriminalitÀt

Die Straftaten im Bereich des Diebstahls ohne erschwerende Bedingungen, sog. "einfache DiebstĂ€hle", sind im Vergleich zum Vorjahr 2024 stark zurĂŒckgegangen. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 496 Straftaten und damit 128 FĂ€lle weniger als im Vorjahr erfasst (2023: 624 Straftaten).

Entwicklung der JugendkriminalitÀt

Die Auswertung der Statistik fĂŒr das Jahr 2024 zeigt, dass die TĂ€ter unterhalb des 21. Lebensjahres nach wie vor ĂŒberproportional stark, insbesondere im Bereich der Körperverletzungsdelikte, vertreten sind. Die Anzahl der ermittelten TatverdĂ€chtigen bei den unter 21-JĂ€hrigen liegt mit 352 leicht unter der des Vorjahres. Im Bereich der GewaltkriminalitĂ€t und der StraßenkriminalitĂ€t stellt diese Altersgruppe jeweils einen beachtlichen Prozentsatz der ermittelten TatverdĂ€chtigen. GrundsĂ€tzlich ist insbesondere das gesteigerte Anzeigeverhalten der MitbĂŒrger hervorzuheben. Da die oben aufgefĂŒhrten Straftaten hĂ€ufig in der Öffentlichkeit geschehen, wird die Bevölkerung leichter darauf aufmerksam. Ein ebenfalls wichtiger Punkt ist die spĂ€tere grĂŒndliche Sachbearbeitung der Delikte, in der meist weitere TatverdĂ€chtige nachermittelt werden. HĂ€ufig waren aber auch gruppendynamische Prozesse, der ĂŒbermĂ€ĂŸige Konsum von alkoholischen GetrĂ€nken und/ oder BetĂ€ubungsmittel mitursĂ€chlich und konfliktauslösend.

Gewalt gegen Polizeibeamte

Der in den vergangenen Jahren zu bemerkende Trend eines kontinuierlichen Anstiegs im Bereich von WiderstÀnden und Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte, anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sowie sonstigen Angehörigen staatlicher Institutionen setzte sich im Jahr 2024 nicht fort. Im Jahr 2024 wurden 13 entsprechender Straftaten erfasst (2023: 15 Straftaten).

Fazit

Der RĂŒckgang der Gesamtzahl an Straftaten lĂ€sst sich womöglich auch anhand des Wegfalls der Strafbarkeit in Bezug auf den Cannabisbesitz seit April 2024 erklĂ€ren. Die genauen statistischen Auswirkungen durch die Teillegalisierung von Cannabis lassen sich anhand des noch zu kurzen Zeitraumes nicht eindeutig bestimmen. Es ist jedoch ein deutlicher RĂŒckgang der Straftaten im Bereich der RauschgiftkriminalitĂ€t zu verzeichnen (2023: 171 Straftaten; 2024: 107 Straftaten; -37,43 %). GrundsĂ€tzlich lebten BĂŒrgerinnen und BĂŒrger im Dienstgebiet der Polizeiinspektion Idar-Oberstein auch im Jahr 2024 sicher. Die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung, den Netzwerkpartnern und der Justiz spielt hierbei eine wesentliche und wichtige Rolle im Rahmen der KriminalitĂ€tsbekĂ€mpfung im ZustĂ€ndigkeitsbereich der Polizeiinspektion Idar-Oberstein und ĂŒber deren Grenzen hinaus. Jedoch ist und bleibt der wichtigste Punkt zur Ermöglichung der erfolgreichen polizeilichen Arbeit, die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Bevölkerung. Die Polizei- und Kriminalinspektion Idar-Oberstein arbeiten auch weiterhin bĂŒrgernah und transparent, 24 Stunden am Tag, 366 Tage im Jahr, um eine positive Entwicklung in der BekĂ€mpfung der KriminalitĂ€t zu verfestigen.

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