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Polizei stellt Verkehrsunfallstatistik fĂŒr die Westpfalz vor

01.03.2024 - 11:50:42

Kaiserslautern - Im vergangenen Jahr verunglĂŒckten weniger Verkehrsteilnehmende als noch vor der Pandemie - das ist das positive Ergebnis der Unfallauswertung des PolizeiprĂ€sidiums Westpfalz. Die Gesamtzahl der UnfĂ€lle im Jahr 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr zwar gestiegen, sie liegt jedoch unter dem Vor-Corona-Niveau.

Die Polizei hat im Jahr 2023 insgesamt 1.468 UnfÀlle mit Personenschaden aufgenommen. Das sind 53 UnfÀlle (3,5 Prozent) weniger als noch vor der Corona-Pandemie. Im Vergleich zu 2022 stieg die Zahl im vergangenen Jahr um 40 UnfÀlle (2,7 Prozent) an.

Die Gesamtzahl der VerunglĂŒckten sank im Vergleich zum Jahr 2019 um 2,8 Prozent - 1.660 Personen wurden leicht, 252 schwer und 16 Personen tödlich verletzt. Vor der Pandemie waren es 1.644 leicht verletze, 329 schwer verletzte und 14 getötete Personen.

Das PolizeiprĂ€sidium Westpfalz registrierte im Jahr 2023 insgesamt 18.208 VerkehrsunfĂ€lle. Dies ist gegenĂŒber dem Vorjahr ein Anstieg um 982 UnfĂ€lle (5,7 Prozent). Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 sind die VerkehrsunfĂ€lle um 429 FĂ€lle (1,8 Prozent) gesunken.

63 Prozent aller VerkehrsunfÀlle ereigneten sich innerhalb geschlossener Ortschaften.

Die Hauptunfallursachen sind "UngenĂŒgender Sicherheitsabstand" und "Unangepasste Geschwindigkeit". Verkehrsteilnehmende verunglĂŒckten bei rund fĂŒnf Prozent der UnfĂ€lle, bei denen der Abstand nicht ausreichend eingehalten wurde. Die Anzahl der VerkehrsunfĂ€lle, bei denen nicht angepasste Geschwindigkeit unfallursĂ€chlich war, sank im Vergleich zum Jahr 2019 um 252 FĂ€lle (13,1 Prozent). Verkehrsteilnehmende verunglĂŒckten im Jahr 2023 bei 22,5 Prozent dieser UnfĂ€lle. Die meisten Menschen verunglĂŒckten bei UnfĂ€llen tödlich, bei denen die Unfallursache "Unangepasste Geschwindigkeit" eine Rolle spielte.

Die Gesamtzahl der VerkehrsunfĂ€lle, bei denen der Einfluss von Alkohol und / oder anderer berauschender Mittel unfallursĂ€chlich war, stieg im Vergleich zum Vorjahr um elf FĂ€lle (3,5 Prozent). Verkehrsteilnehmende verunglĂŒckten im Jahr 2023 bei rund 33,2 Prozent dieser UnfĂ€lle. Die Gefahr, bei VerkehrsunfĂ€llen verletzt zu werden, war bei UnfĂ€llen mit der Ursache "Alkohol- und Drogeneinfluss" am höchsten.

Die Anzahl der VerkehrsunfĂ€lle unter Beteiligung von Kindern ist rĂŒcklĂ€ufig. Sie sank im Vergleich zum Jahr 2019 um zehn FĂ€lle (6,8 Prozent). 128 Kinder verunglĂŒckten bei diesen UnfĂ€llen, zehn davon wurden schwer verletzt.

Junge Fahrende im Alter von 18 bis 24 Jahren sowie Seniorinnen und Senioren setzten als Beteiligte bei mehr als zwei Drittel der UnfÀlle die Ursache.

Die VerkehrsunfĂ€lle unter Beteiligung Junger Fahrender machen einen Anteil von etwa 20 Prozent am Gesamtunfallgeschehen aus. Im Jahr 2023 wurden 295 Menschen aus dieser Altersgruppe leicht, 26 schwer und ein Junger Fahrender tödlich verletzt. Die Hauptunfallursachen waren vorrangig "UngenĂŒgender Sicherheitsabstand" (632 UnfĂ€lle) und "Fehler beim Wenden oder RĂŒckwĂ€rtsfahren" (377 UnfĂ€lle).

Die Gruppe der FahrzeugfĂŒhrenden ab 65 Jahren war im vergangenen Jahr an 3.602 VerkehrsunfĂ€llen beteiligt, das sind 97 (2,8 Prozent) FĂ€lle mehr als gegenĂŒber dem Jahr 2019. Seniorinnen und Senioren haben ebenfalls einen Anteil von rund 20 Prozent am Gesamtunfallgeschehen. EinschrĂ€nkend muss hierbei jedoch berĂŒcksichtigt werden, dass die Gruppe der Personen ab 65 Jahren im Vergleich zur Altersgruppe der Jungen Fahrenden einen deutlich höheren Anteil an der Gesamtbevölkerungszahl ausmacht. Die Hauptunfallursachen waren ĂŒberwiegend Fehler beim Abbiegen, Wenden und RĂŒckwĂ€rtsfahren (748 UnfĂ€lle) sowie ein unzureichender Abstand (632 UnfĂ€lle).

Das PolizeiprĂ€sidium Westpfalz beteiligt sich an der Kampagne "Vision Zero" des europĂ€ischen Netzwerks ROADPOL. Sie hat zum Ziel, die Zahl der Unfalltoten bis 2050 auf null zu reduzieren. Dazu hat die Polizei in der Westpfalz zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen. Die Maßnahmenpakete reichen unter anderem von Geschwindigkeitskontrollen bis hin zu Schwerpunktkontrollen.

Ein wichtiger Aspekt der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit ist die PrĂ€vention. Neben der Ausbildung an den Jugendverkehrsschulen fĂŒhrten die Beamten auch Schulungen fĂŒr Seniorinnen und Senioren durch. Weitere PrĂ€ventionsangebote richten sich an SchĂŒlerinnen und SchĂŒler sowie FahranfĂ€nger.

Auch in diesem Jahr wird die Polizei die Unfallentwicklung in der Westpfalz genau beobachten und gezielt Kontrollen durchfĂŒhren. Mit Aktionen und Kampagnen werden die Beamtinnen und Beamte die Risikogruppen ansprechen und weiter fĂŒr ein rĂŒcksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr werben.

Die vollstÀndige Verkehrsunfallstatistik 2023 des PolizeiprÀsidiums Westpfalz finden Sie unter https://www.polizei.rlp.de/service/statistiken/verkehrsstatistik auf der Internetseite der Polizei Rheinland-Pfalz. |erf

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