POL-KS, Verkehrspolizisten

Verkehrspolizisten kontrollierten Lkw und Busse auf A 44: Reisebus aus RumÀnien musste wegen MÀngeln stehen bleiben

28.03.2024 - 12:26:44

Kassel - Autobahn 44, Landkreis Kassel: Beamte der Direktion Verkehrssicherheit / Sonderdienste des PolizeiprĂ€sidiums Nordhessen und des Bundesamtes fĂŒr Logistik und MobilitĂ€t (BALM) fĂŒhrten am gestrigen Mittwochvormittag auf der Autobahn 44 im Landkreis Kassel eine gemeinsame Kontrolle von Lkw und Bussen durch. Insgesamt 35 Fahrzeuge zogen sie am Parkplatz Schoren bei Breuna aus dem Verkehr und stellten dabei verschiedene VerstĂ¶ĂŸe gegen das Abfall- und Gefahrgutrecht, MautverstĂ¶ĂŸe sowie Nichteinhaltung der Lenk- und Ruhezeiten fest.

Ein Lkw mit polnischer Zulassung fĂŒhrte zudem einen illegalen Kabotage-Transport durch. Dieser transportierte unzulĂ€ssiger Weise GĂŒter innerhalb von Deutschland, was nur unter bestimmten Voraussetzungen fĂŒr im Ausland ansĂ€ssige Frachtunternehmen erlaubt ist. Da diese nicht vorlagen, muss das Unternehmen nun mit einem Bußgeld in Höhe von mindestens 1.300 Euro rechnen.

Besonders auffĂ€llig war gestern ein Reisebus aus RumĂ€nien, der mit 20 FahrgĂ€sten besetzt war. Dieser war mit AnhĂ€nger offenbar permanent zu schnell unterwegs und fuhr 100 statt der erlaubten 80 km/h. Bei der technischen Kontrolle wurde zudem festgestellt, dass eine Bremsscheibe ĂŒber den Rand hinaus gerissen war. Ebenfalls war die Windschutzscheibe im Sichtfeld des Fahrers horizontal gerissen. Das Luftfahrwerk war ebenfalls defekt. Der Bus wurde permanent auf und abgepumpt. Am mitgefĂŒhrten AnhĂ€nger waren rechts und links zwei Reparatur-SchweißnĂ€hte im Bereich der Achsen gerissen. Wegen dieser MĂ€ngel gestatteten die Beamten die Weiterfahrt nur ohne FahrgĂ€ste in eine geeignete und nahegelegene Werkstatt. Bis diese gefunden ist, verhinderten sie die weitere Fahrt des Busses mit FahrgĂ€sten mittels einer Parkkralle. Die FahrgĂ€ste wurden mit Kleinbussen weiterbefördert. Des Weiteren stellte sich heraus, dass die Fahrer des Busses das KontrollgerĂ€t falsch bedient hatten. Es besteht hier der Verdacht, dass diese Falschbedienung dazu fĂŒhrt, dass nicht alle Zeiten korrekt aufgezeichnet werden. Gegen zwei Fahrer im Alter von 32 und 33 Jahren leiteten die Verkehrspolizisten jeweils Ordnungswidrigkeitenverfahren ein und erhoben zur Sicherung der Verfahren von ihnen Sicherheitsleistungen in einer Gesamthöhe von 1.190 Euro.

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