FW-LFVSH: Bilanz der Feuerwehren in Schleswig-Holstein zur Silvesternacht 2025/ 2026
Veröffentlicht am: 01.01.2026 um 11:03 Uhr | presseportal.de
Die EinsÀtze verteilten sich wie folgt auf die Leitstellenbereiche des Landes:
Leitstelle Nord:
Die Leitstelle Nord verzeichnete in der Silvesternacht insgesamt 38 FeuerwehreinsĂ€tze (Nordfriesland: 14, Flensburg: 10, Schleswig-Flensburg: 14). Zu den gröĂeren Einsatzlagen zĂ€hlten ein PKW-Brand in einem Carport, ein Carportbrand in Flensburg sowie ein GebĂ€udebrand in Harrislee. Insgesamt spricht die Leitstelle dennoch von einer verhĂ€ltnismĂ€Ăig ruhigen Silvesternacht.
Leitstelle Mitte:
Die Leitstelle Mitte blickt auf eine einsatzreichere Silvesternacht als in den vergangenen Jahren zurĂŒck. Insgesamt wurden 81 FeuerwehreinsĂ€tze registriert (Kiel: 46, Rendsburg-Eckernförde: 22, Plön: 13). In Rendsburg ist ein Feuer bei einem GetrĂ€nkehĂ€ndler ausgebrochen. Aufgrund von gelagerten KohlensĂ€ureflaschen kam es zu mehreren Explosionen. Auch in Kiel lag das Einsatzaufkommen leicht ĂŒber dem Vorjahresniveau. Bei einem Brandeinsatz meldeten EinsatzkrĂ€fte eines Löschfahrzeugs der Berufsfeuerwehr Kiel den gezielten Einsatz von Feuerwerkskörpern gegen sie. Durch das schnelle Eingreifen der ebenfalls eingesetzten Polizei konnte die Situation umgehend unter Kontrolle gebracht werden, verletzt wurde dabei niemand. "Abgesehen von diesem Vorfall blicken wir auf eine insgesamt friedliche Silvesternacht zurĂŒck", heiĂt es in der Pressemitteilung der Feuerwehr Kiel.
Leitstelle West:
Auch die Leitstelle West meldete ein vergleichsweise hohes Einsatzaufkommen. Insgesamt kam es hier zu 119 FeuerwehreinsĂ€tzen (Steinburg: 15, Dithmarschen: 20, Pinneberg: 50, Segeberg: 34). In Kaltenkirchen brannte ein WohngebĂ€ude, bei dem aufgrund starker Verrauchung im Treppenhaus mehrere Personen ĂŒber tragbare Leitern gerettet werden mussten. FĂŒnf von ihnen wurden in umliegende KrankenhĂ€user gebracht. Acht Wohnungen seien durch das Feuer unbewohnbar. Zudem geriet in den frĂŒhen Morgenstunden gegen 5:15 Uhr ebenfalls in Kaltenkirchen ein Gartenschuppen in Vollbrand. GröĂere GebĂ€udeschĂ€den konnten durch das schnelle Eingreifen der EinsatzkrĂ€fte verhindert werden, teilte der Kreisfeuerwehrverband Segeberg mit. DarĂŒber hinaus steht seit heute Morgen das Sportlerheim in Henstedt-Ulzburg in Brand. Die Löscharbeiten sind im Gange, weitere Informationen liegen aktuell noch nicht vor. Auch ob der Brand in Zusammenhang mit der Silvesternacht steht, ist noch nicht bekannt. Mit lediglich zehn EinsĂ€tzen (in den Gesamtzahlen des Kreises Segeberg berĂŒcksichtigt) zĂ€hlt der jĂŒngste Jahreswechsel in Norderstedt (mit Ausnahme der Coronajahre) zu den ruhigsten und einsatzĂ€rmsten der vergangenen zehn Jahre.
Leitstelle SĂŒd:
Von einer eher ruhigen Silvesternacht berichtet die Leitstelle SĂŒd. Insgesamt wurden 94 FeuerwehreinsĂ€tze verzeichnet (Ostholstein: 32, Stormarn: 32, Herzogtum Lauenburg: 30). Neben zahlreichen kleineren BrĂ€nden, etwa von MĂŒllcontainern oder Unrat, kam es jedoch auch zu gröĂeren Einsatzlagen. In Ratekau brannte ein Wohnhaus in voller Ausdehnung (Feu 3), in Eutin geriet der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses in Brand (Feu 2). DarĂŒber hinaus meldete die Leitstelle zwei FĂ€lle von Respektlosigkeit gegenĂŒber EinsatzkrĂ€ften sowie die Behinderung von FeuerwehreinsĂ€tzen, nachdem eine durch die Feuerwehr gesperrte StraĂe missachtet wurde.
LĂŒbeck:
In LĂŒbeck rĂŒckte die Feuerwehr zu insgesamt 65 EinsĂ€tzen aus. Dabei handelte es sich ĂŒberwiegend um kleinere Einsatzlagen.
NeumĂŒnster:
Die Feuerwehren in NeumĂŒnster wurden in der Silvesternacht zu insgesamt 16 EinsĂ€tzen alarmiert. Darunter befanden sich unter anderem ein KĂŒchenbrand im Stadtteil Gadeland mit zwei verletzten Personen sowie zwei HeckenbrĂ€nde. Insgesamt spricht man in NeumĂŒnster von einem vergleichsweise ruhigen Jahreswechsel.
WĂ€hrend die Silvesternacht weitgehend abgeschlossen ist, sind die ersten Feuerwehren aufgrund des stĂŒrmischen Wetters bereits wieder im Einsatz.
Landesbrandmeister Jörg Nero wĂŒnscht im Namen des Landesfeuerwehrverbandes allen Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteinern und insbesondere allen EinsatzkrĂ€ften ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2026. Er bedankt sich fĂŒr die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr, mit Blick nach vorn zeigt sich Nero zuversichtlich: "Gemeinsam werden wir auch in Zukunft viel bewegen können. Die Feuerwehren in Schleswig-Holstein sind stark aufgestellt, und ich freue mich auf alles, was wir zusammen noch erleben und erreichen werden."
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